Post by Zenjob

14,240 followers

Der deutsche Arbeitsmarkt startet 2026 mit widersprüchlichen Signalen. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen ⬇️. Arbeitslosigkeit 2025: Höchster Stand seit 2013 Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen stieg 2025 um 161.000 auf 2,948 Millionen – der höchste Jahreswert seit 2013. Laut Arbeitsagentur-Chefin Andrea Nahles ist das Tief wohl erreicht, eine Entspannung wird aber frühestens Mitte des Jahres erwartet. Im Dezember wuchs die Zahl nur leicht um 3.000, Analysten hatten mit 5.000 gerechnet. Fachkräftemangel trotz Arbeitslosigkeit Trotz hoher Arbeitslosigkeit bleibt der Fachkräftemangel ein Problem. Für 2026 rechnet die Arbeitsagentur erstmals mit einem Rückgang der potenziellen Erwerbsbevölkerung um 40.000 Menschen – verursacht durch demografische Entwicklungen. Ein Warnsignal für Unternehmen, die auf Talente angewiesen sind. Zeitarbeit in Engineering & IT bleibt unterschätzt Aktuelle Studien zeigen: Arbeitnehmerüberlassung in Engineering und IT bietet enormes Zukunftspotenzial – vorausgesetzt, Unternehmen nutzen sie strategisch. Das größte Hindernis bleibt ein hartnäckiges Imageproblem. Zeitarbeit gilt nach wie vor oft als Notlösung für kurzfristige Kapazitätssicherung – dabei könnte sie viel mehr leisten. Jobwechsel 2026: Deutsche Arbeitnehmer sind mobil Mehr als 57 % der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten ihren Job wechseln - viele bereits im ersten Halbjahr 2026. Ein klarer Hinweis auf hohe Mobilität und steigende Nachfrage nach Kandidaten im Arbeitsmarkt. Neuer Tarifvertrag bringt mehr Lohn für Zeitarbeit Mit dem Jahreswechsel ist der neue Tarifvertrag DGB/GVP für die Zeitarbeit in Kraft getreten. Seit dem 1. Januar 2026 gilt er für neue Arbeitsverhältnisse und erhöht die tariflichen Entgelte um rund 3 %. Der niedrigste Stundenlohn liegt nun bei 14,96 EUR und damit 7,6 % über dem gesetzlichen Mindestlohn. Bundestag debattiert Mindestlohn In einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales am 12. Januar 2026 wurden zwei Forderungen von Grünen und Linken diskutiert: ein Mindestlohn von 15 Euro sowie die gesetzliche Verankerung des EU-Referenzwerts von 60 % des Bruttomedianlohns. Arbeitgeberverbände wie BDA und ZDH sowie Arbeitsrechtler Gregor Thüsing warnten vor politischer Einflussnahme und Eingriffen in die Tarifautonomie. Neue Arbeitsschutzregeln für Leiharbeit seit 2026 Seit dem Jahreswechsel gelten strengere Vorgaben für die Arbeitssicherheit von Leiharbeitnehmern. Grundlage ist die überarbeitete DGUV Vorschrift 2, die erstmals klare Regeln für digitale Sicherheitsbetreuung festlegt. Bis zu ein Drittel der Betreuung darf remote erfolgen – jedoch nur nach vorheriger Vor-Ort-Begehung. Entleiher müssen zudem dokumentieren, dass Leiharbeitnehmer in hybride Sicherheitsbewertungen einbezogen sind. Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutscher Bundestag, dpa, ManpowerGroup, Orizon Gruppe, SALT AND PEPPER Gruppe, WAZ. #Arbeitsmarkt #Zeitarbeit #Personaldienstleistung #Recruiting

Post content

Video Content