Post by Yvonne de Andrés
Geschlechtergleichheit ist für mich kein Schlagwort, sondern Haltung. 1. Vorsitzende der BücherFrauen
📚 Worte zu übersetzen bedeutet weit mehr, als Sprache eins zu eins zu übertragen. Übersetzer und Übersetzerinnen schaffen Atmosphäre, Rhythmus, Stil und kulturelle Brücken – und machen internationale Literatur für uns überhaupt erst erlebbar. 🌍✍️ Der Beitrag von #SvenTrautwein in der Frankfurter Rundschau bringt einen wichtigen Punkt auf den Tisch: Warum stehen die Namen der Übersetzer so oft nur im Impressum, obwohl ihre Arbeit den Charakter eines Buches entscheidend prägt? 🤔 "Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Jedes fremdsprachige Buch, das auf Deutsch erscheint, hat zwei Urheber:innen – Autor:in und Übersetzer:in. Das garantiert die #BernerKonvention, das bestätigt die #NairobiErklärung der UNESCO. Und trotzdem behandelt ein Großteil der deutschen Verlagsbranche Übersetzerinnen und Übersetzer wie Hilfskräfte statt wie Mitschöpfer." Seit Jahren setzt sich der #VdÜ für mehr Sichtbarkeit von Übersetzer:innen ein. Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. hat der Verband Empfehlungen für die Nennung von Übersetzer:innen veröffentlicht. Da diese jedoch unverbindlich sind, bleibt ihre Umsetzung den Verlagen überlassen – und genau darin liegt das Problem. Mehr Sichtbarkeit auf dem Cover wäre ein starkes Zeichen der Wertschätzung für eine Leistung, die häufig unterschätzt wird. Denn hinter jedem gelungenen übersetzten Roman steckt nicht nur die Stimme des Autors oder der Autorin, sondern auch das Können einer Übersetzerin oder eines Übersetzers. 👏📖 Wie seht ihr das? Gehören Übersetzer:innen künftig selbstverständlich mit auf das Buchcover? 💬