Post by Wulf von Borzyskowski

CEO @All3 Germany | Individuelle Holzbauweise mit KI und Robotik

Beton repariert man nicht. Beton ersetzt man. Und genau das ist der teuerste Satz, den die Branche nicht ausspricht. Vor ein paar Wochen sprach ich mit einem Bestandshalter über Sanierungskosten. Er sagte: „Wenn bei einer Stahlbetondecke ein Rohr leckt, ist das ein Tagesprojekt mit Stemmen, Staub und drei Gewerken.“ Genau das ist der Punkt, den wenige in der Material-Diskussion auf dem Schirm haben. Bei Holz ist das anders und es wird unterschätzt, was das wirtschaftlich bedeutet: → Holz schneidet man. Defekte Stelle herausschneiden, neues Bauteil einsetzen, Beplankung drauf, fertig. Was bei Beton ein Wochenprojekt ist, ist bei Holz eine Sache von Stunden. → Auskoppeln statt Aufbrechen. Leitungen, die in Beton vergossen sind, sind verloren. In Holzhybridkonstruktionen lassen sich Installationen führen, prüfen und tauschen, ohne die Tragstruktur zu beschädigen. → Reversibel verbaut, nicht verklebt. Brettsperrholz-Bauteile sind verschraubt, nicht vergossen. Demontage ist somit Teil des Designs und keine Folge. → Keine Korrosion von innen. Stahlbeton altert. Holz hat dieses Problem nicht. Schäden sind sichtbar, lokal begrenzt und gezielt zu beheben. Beton ist eine Einbahnstraße: einmal verbaut, nur mit hohem Aufwand rückbaubar. Holz ist eine Schleife: Bauteile lassen sich entnehmen, prüfen und wiederverwenden. Sowohl bei der Reparatur als auch am Ende der Lebensdauer. Bei All3 ist jedes Bauteil dokumentiert, vermessen und austauschbar. Was wir bauen, lässt sich auch in Jahrzehnten noch öffnen, ohne es zu zerstören. Baukosten lassen sich ausrechnen. Instandhaltungskosten über Jahrzehnte meist nicht. Genau dort entscheidet sich die Wertsteigerung eines Gebäudes. Was denkt ihr? #All3 #Bauwirtschaft #Holzhybrid #Zirkularität #Projektentwicklung

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