Post by Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW
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Das RWI – Leibniz Institute for Economic Research erwartet für Nordrhein-Westfalen 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent – ähnlich wie im Bund (1,0 Prozent). Nach drei Jahren Stillstand kommt die Wirtschaft damit wieder in Bewegung. Die Auftragszahlen steigen, die Erwartungen der Unternehmen hellen sich in allen Branchen auf. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich positive Signale: Laut Prognose entstehen 2026 rund 36.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit sinkt von 7,8 auf 7,6 Prozent – etwas stärker als im Bundesdurchschnitt. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Ein echter Aufschwung fühlt sich anders an. Zwar kommen wir wieder in Bewegung – aber wir sind noch nicht im Sprint, sondern im Anlaufen. Mit dem NRW-Plan investieren wir in den nächsten zwölf Jahren pragmatisch über 30 Milliarden Euro, vor allem um Städte und Gemeinden zu entlasten. Wenn Schulen bröckeln, Brücken gesperrt sind und Busse nicht fahren, leidet nicht nur der Alltag – sondern auch die Wirtschaft.“ Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen groß: Konflikte, Zölle und zunehmender Protektionismus bremsen den Export. Ein Teil der positiven Entwicklung speist sich aus staatlichen Investitionen, nicht aus eigener wirtschaftlicher Stärke. Hohe Energiepreise und bürokratische Lasten hemmen weiteres Wachstum. „Mit unseren Beschleunigungs- und Entlastungspaketen reduzieren wir Berichtspflichten, vereinfachen Genehmigungen und automatisieren Förderungen. Weniger Bürokratie ist das günstigste Konjunkturprogramm. Wer wettbewerbsfähige Industrie will, muss auch wettbewerbsfähige Energiepreise liefern. Nicht der Strom selbst ist zu teuer – sondern Steuern und Netzentgelte. Vom Bund erwarte ich eine Stromsteuersenkung für alle, schnellere Netze und Speicher sowie eine klare Kraftwerkstrategie“, so Neubaur weiter. Auch aus Wirtschaft und Forschung kommen klare Signale: Die NRW-Wirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, braucht aber Rückenwind für Innovation und Wachstum. Staatliche Impulse können helfen – ersetzen jedoch keine strukturellen Reformen für ein selbsttragendes Wachstum. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine starke industrielle Basis, gut ausgebildete Fachkräfte und eine innovative Forschungslandschaft. Damit aus Hoffnung wieder echte wirtschaftliche Stärke wird, legen wir mit dem NRW-Plan die Grundlage.