Post by Werner Seeburger

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«Russland bereitet der Schweiz weniger Probleme als Amerika» Christoph Blocher Der Alt-Bundesrat über die drohende Niederlage bei seiner Neutralitätsinitiative und die verlorene Abstimmung zur 10-Millionen-Schweiz. Und warum er seine Partei trotzdem als Gewinnerin sieht. Herr Blocher, Sie haben soeben die 10-Millionen-Initiative verloren, Ihre Neutralitätsinitiative hat laut Umfrage eine Zustimmung von 34 Prozent - die Bilateralen III hingegen, die Ihre Partei bekämpft, haben eine Zustimmung von 60 Prozent. Haben Sie das Gespür für das Volk verloren? Man muss immer wissen, was man will. Will man eine Initiative lancieren, obwohl man weiss, dass sie nicht durchkommt? Oder hofft man sogar, sie werde abgelehnt? Oder will man eine lancieren, damit sie durchkommt, aber bei Ablehnung keine negativen Folgen hat? Sie wollten die 10-Millionen-Initiative also gar nicht gewinnen? Doch. Die 10-Millionen-Initiative war eine, die durchkommen sollte. Jetzt wurde sie abgelehnt zum Nachteil der Schweiz, aber für die SVP ist es nicht schlimm. Es hilft uns. Tatsache ist, Sie haben die nationale Abstimmung deutlich verloren, die kantonalen Wahlen, die gleichzeitig stattfanden, aber gewonnen. Wie kommt das? Ein weiterer Beweis, dass die Ablehnung der SVP nützt. Im Kanton Graubünden - wo die 10-Millionen-Schweiz-Initiative abgelehnt wurde - hat die SVP am gleichen Sonntag acht Prozent zugelegt, zehn Mandate gewonnen und wurde zur stärksten Partei. Die Parteien Mitte und FDP haben zehn Mandate verloren. Im Kanton Glarus dasselbe. Die SVP hat dort sechs Sitze gewonnen, auf Kosten der «Sieger». Graubünden ist ein Sonderfall. Dort haben Sie von der politischen Dummheit Ihrer Gegner profitiert. Stimmt. Nach meiner Abwahl im Jahr 2007 stand die SVP in Graubünden nahe am Nullpunkt, denn sie wurde von der Schweizerischen SVP ausgeschlossen und gründete die BDP, die später in der CVP bzw. der Mitte aufgegangen ist. Wer diesen Kanton kennt, wusste, dass dies nicht funktionieren kann, denn zwischen den Demokraten, später SVP, und der CVP, heute die Mitte - also zwischen den Reformierten und den Katholiken - war ein grosser Gegensatz. Darum hat die Mitte durch die Fusion sowohl reformierte als auch katholische Wähler verloren. Also, ein Sondereffekt. Das widerspricht Ihrer Kernaussage: Die Initiative hat der SVP politisch genützt. Nein, vielleicht ist sie im Kanton Graubünden stärker abgestützt als in allen anderen siegreichen Kantonen. Aber nun sind die anderen - die Sieger - in der Pflicht, etwas gegen die Einwanderung zu tun. Aber sie wissen nicht, was. Der freisinnige Ständerat Damian Müller aus Luzern sagte: «Jetzt machen wir eine Asylrevolution SZ #russland #usa #schweiz #wenigerprobleme #christophblocher #interview

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