Post by Werner Seeburger
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Er beschwört «das Ende der Schweiz» herauf Deutschland Der rechtsextreme Politiker Björn Höcke ist der wichtigste Stratege für die AfD. Einige seiner Aussagen irritieren selbst seine eigene Partei. Simon Widmer, Berlin Für viele ist Björn Höcke der gefährlichste Politiker Deutschlands. Der Verfassungsschutz stuft ihn und seine Landespartei als «erwiesen rechtsextremistisch» ein. In der Bundes-AfD hat Höcke zwar kein Amt, zieht aber im Hintergrund die Fäden. Er prägt die Partei mit Ideen, Intrigen und weitverzweigten Netzwerken. Wer wissen will, wohin die AfD steuert, sollte Höcke genau verfolgen. Deutschen Journalistinnen und Journalisten gibt er nur selten Interviews. Kritische Fragen sind dem 54-Jährigen lästig, ein ZDF-Interview brach er 2019 ab. Zuletzt legte er seine Weltsicht aber zweimal ausführlich dar: bei «Ungeskriptet» vom deutschen Podcaster Ben Berndt und bei «Weltwoche Daily» von Roger Köppel. Er will einen völkische Revolution Das Interview bei «Ungeskriptet» wurde (Stand 11. Juni) knapp sechs Millionen Mal angeklickt. Mehr als viereinhalb Stunden lang präsentierte Höcke darin seine radikale Ideologie. Ihm geht es um eine völkische Revolution. Er will «die ethnokulturelle Identität des deutschen Volkes» bewahren. Dafür ist die Bundes-AfD mit ihren Co-Präsidenten Alice Weidel und Tino Chrupalla gar nicht zentral. «Mir war immer klar, dass der Siegeszug der AfD über die Länder gehen muss», sagte Höcke im Podcast. Wenn es bei den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in diesem September nicht reiche, dann eben 2029 in Brandenburg, Sachsen oder Thüringen, wo Höcke kandidieren will. Wie der AfD-Experte und Autor Martin Debes im «Stern» schreibt, hielten Höcke und der rechtsextremistische Vordenker Götz Kubitschek diese Strategie schon 2015 fest. Damals gehörte Höcke zum unterdessen aufgelösten «Flügel», einer Gruppierung am rechten Rand der Partei. Im Gründungsdokument des «Flügels» definierten sie die AfD als «Widerstandsbewegung». Erst wenn sie in den ostdeutschen Ländern die Hegemonie errungen habe, könne sie auch im Bund die Macht ergreifen. Zu diesem Konzept gehört die Erzählung, das Land stehe vor dem Untergang. Nur so kann Höcke sein radikales Programm begründen. Er nennt die Bundesrepublik einen «angeblich demokratischen Rechtsstaat». Höcke sprach von einem «semitotalitären Zustand», in dem die «gleichgeschalteten Medien» nur angebliche Regierungspropaganda der «Einheitsparteien» verbreiteten. Mit der Erzählung vom zerfallenden Staat verbindet sich bei Rechtsextremisten in der Regel die Verschwörungstheorie des «Bevölkerungsaustausches». Sie behauptet, globalistische und linke Eliten wollten die europäische Bevölkerung durch Zuwanderer ersetzen. Höcke verwendet diesen Begriff nicht, möglicherweise aus Angst vor juristischen Folgen. Seine Umschreibungen sind aber ausreichend klar. TA #höcke #rechtsextremerpolitiker #deurschland #schweiz #aussagen #konzept