Post by Volker Thoms

Chefredakteur “KOM” bei Quadriga Media Berlin GmbH / Podcast “Unter eins – der Podcast für Kommunikation” / vorher PR

Mir ist langweilig. ⛱️ Ich sitze hier in einem Zug zwischen Berlin und Hamburg, und die Verspätung beträgt inzwischen rund vier Stunden. Nachdem wir erst zwischen Berlin und Wittenberg lange wegen zweier angeblich defekter Weichen gestanden haben, sind wir in Wittenberge gestrandet. Jetzt geht es erst mal wieder weiter. 🚅 Nun ist mir durchaus klar, dass es in Deutschland sehr heiß ist. Auch dass die Deutsche Bahn eine Sonderkulanz angeboten hat und man bestimmte Züge kostenfrei stornieren konnte. Das habe ich nicht gemacht. Das war offenbar sehr naiv. ⏰ Auf der Website der Deutschen Bahn steht der Hinweis: „Bitte vermeiden Sie am Samstag und Sonntag alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr.“ Das sollte man künftig als Bahn wohl noch konkreter formulieren. Ich würde in die Richtung gehen, vor Reisen mit der Deutschen Bahn zu warnen nach der Devise: „Wir können eine sichere Fahrt aufgrund des Extremwetters nicht garantieren. Sie reisen auf eigenes Risiko.“ Sauberer wäre es eigentlich, Züge gar nicht erst losfahren zu lassen. 🏥 Vier Stunden Verspätung bei 40 Grad sind keine Kleinigkeit. Hier geht es natürlich auch um die Gesundheit. ☀️ Wer gesundheitliche Probleme hat, die durch Hitze verschlimmert werden, sollte bei diesen Bedingungen wirklich besser nicht mehr mit der Bahn reisen. Hier in Wittenberge könnte man theoretisch wenigstens aussteigen, wenngleich es sinnlos ist, weil die Regionalbahnen nach Berlin zurück ebenfalls kaum fahren. Mitten auf der Strecke geht Aussteigen natürlich nicht. In unserem Wagen funktioniert die Klimaanlage noch. Im Speisewagen offenbar schon nicht mehr, so heiß wie das da ist. Würden die Klimaanlagen in allen Wagen ausfallen, müsste ganz sicher evakuiert werden. Schöne Reise. 💰 Na ja, immerhin gibt es 50 Prozent des Fahrpreises zurück, wenngleich das auch nicht sicher ist, weil bei der Deutschen Bahn gerne höhere Gewalt als Grund für Verspätungen angeführt wird und man so um Entschädigungen herumkommt. Ich hatte vor kurzem gesagt, dass ich meinen ersten beruflichen innerdeutschen Flug seit rund zehn Jahren hatte. Künftig ist das auch bei bestimmten Strecken wieder privat eine Option. Das hält ja keiner aus so. Morgen dann zurück. Zugbindung ist bereits aufgehoben.

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