Post by Dr. Vivien Karl
CEO & PhD Pharmacist I Building Europe’s first premium intimate care brand I 🦁 DHDL I 🏆 Business Punk Watchlist 2023 I 🏆 Douglas Winner 2022
Januar 2024: Puig kauft Dr. Barbara Sturm Ein mittlerer dreistelliger Millionen-Deal, Medien berichten von 400-500M€ . Eine deutsche Ärztin, die ihren Namen zur Marke gemacht hat. Ein Exit, der zeigt: Premium-Beauty aus Deutschland kann richtig groß werden. Was hat diesen Exit getragen? 🩺 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗘𝘅𝗽𝗲𝗿𝘁𝗶𝗻 𝗮𝗹𝘀 𝗠𝗮𝗿𝗸𝗲: Dr. Barbara Sturm hat ihren Doktortitel nicht als Credential benutzt. Sie hat ihn zur Markenidentität gemacht. Glaubwürdigkeit als Fundament, nicht als Marketingtool. Kosmetiktrezepturen kann man kopieren, eine Personenmarke nicht. 📲 𝗗𝟮𝗖 𝗳𝗶𝗿𝘀𝘁, 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗥𝗲𝘁𝗮𝗶𝗹: Die Marke hat über digitale Kanäle skaliert und sich ihren eigenen direkten Kundenzugang aufgebaut, bevor sie in den großen Retail gegangen ist. Nordstrom, Sephora etc., aber das Fundament war immer der direkte Draht zur Kundin. ❤️ 𝗟𝗼𝘆𝗮𝗹𝗶𝘁ä𝘁 𝘀𝗰𝗵𝗹ä𝗴𝘁 𝗥𝗲𝗶𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲: Was Puig gekauft hat, war keine Umsatzkurve sondern die Kundinnenbeziehung, den Trust, die Community. Alles getrieben durch die Positionierung der Ärztin an vorderster Front. 🔬 𝗞𝗮𝘁𝗲𝗴𝗼𝗿𝗶𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗘𝗶𝗻𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁𝘀𝗯𝗮𝗿𝗿𝗶𝗲𝗿𝗲: Clinical Skincare ist kein Commodity-Markt. Wer hier eine relevante Position hat, ist schwer verdrängt. Das macht Übernahmen strategisch attraktiv und rechtfertigt hohe Multiples. 🌍 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲𝗿 𝗦𝗸𝗮𝗹𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗳𝗮𝗱: Spas in New York, London, Dubai. Eine globale Presence, die Puig weiter ausbauen konnte. Exit-Käufer kaufen nicht nur Status quo, sondern das Potenzial. Viele glauben doch tatsächlich noch immer, dass deutsche FMCGs kein globales Exitpotenzial haben. Der Markt sei zu klein ist, Multiples nicht zu rechtfertigen. Barbara sitzt währenddessen in Hollywood und lächelt müde... ➡️ Deutsche Consumer-Brands exitfähig oder nicht?