Post by VACAD - Verband der Air Cargo Abfertiger Deutschlands
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Statement zur nationalen #Luftfahrtstrategie: Absichtserklärungen reichen nicht, um die Abwanderung von #Luftfracht ins benachbarte europäische Ausland zu stoppen! „Wenn der Luftfrachtstandort Deutschland zum Wachstumstreiber für die heimische Exportwirtschaft werden soll, muss die Bundesregierung jetzt entschlossen handeln und die Probleme der Branche aktiv angehen. Reine Absichtserklärungen, wie in der nationalen Luftfahrtstrategie, sind deutlich zu wenig“, sagt Claus Wagner. Lösungsvorschläge für die drängendsten Probleme der Branche haben wir seit langem und wiederholt gegenüber Politik und Behörden eingebracht - etwa für alternative Sicherungsverfahren, um zu verhindern, dass Fracht ins benachbarte EU-Ausland gebracht wird, um sie dort nach dem gleichen EU-Recht zu sichern. Auch fordern wir seit langem die Möglichkeit von Hospitationen, um die viel zu langen Wartezeiten bei der Sicherheitsüberprüfung von neuen Mitarbeitern zu verkürzen. “Statt konkreter Maßnahmen, werden in der nationalen Luftfahrtstrategie nur die Baustellen benannt“, bemängelt Wagner. “Wichtige Themen wie die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen oder die Vereinfachung von Zoll- und Einfuhrprozesse werden zwar aufgelistet, ein konkreter Fahrplan fehlt aber. Wir brauchen spürbare Veränderungen.“ Dazu zählen vor allem: - geringere Zugangshürden bei der Personalgewinnung sowie ein Ende nicht umsetzbarer Schulungsanforderungen, die die ohnehin schwierige Personalsituation weiter verschärfen, - Vorgaben zu Sicherungsverfahren, Dokumentation sowie Cyber-Sicherheit, die das Bestreben nach mehr Sicherheit voranbringen, statt es zu konterkarieren - ein Ende nationaler Alleingänge bei der Umsetzung von EU-Zollregularien, die ein Hauptgrund dafür sind, dass deutsche Flughäfen gegenüber europäischen Konkurrenten zurückfallen, obwohl für diese das gleiche Recht gilt. Als Vertreter der deutschen Luftfracht-Unternehmen, die sich in der täglichen Praxis mit den größtenteils lösbaren Hemmnissen durch praxisferne politische Vorgaben auseinandersetzen müssen, stehen wir als Ansprechpartner für Politik und Behörden auch weiterhin bereit. Den Absichtserklärungen müssen nun rasch Taten folgen. Nur dann kann der deutsche Luftfrachtstandort zu alter Stärke zurückkehren und tatsächlich zum Wachstumstreiber für die deutsche Exportwirtschaft werden. Andernfalls wird sich weiteres Geschäft ins benachbarte EU-Ausland verlagern.