Post by Universitätsmedizin Essen

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Auszeichnung „BABYFREUNDLICH“: Perinatalzentrum des UK Essen von WHO und UNICEF zertifiziert ✨ Nach 1,5 Jahren intensiver Schulung und Prozessarbeit erfüllt das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe die internationalen Kriterien für Bindung, Entwicklung und Stillen – auch bei kranken und sehr unreif geborenen Kindern. Die Neonatologie des Universitätsklinikums Essen ist mit dem internationalen Qualitätssiegel „BABYFREUNDLICH“ von der WHO (World Health Organization) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung ist gerade an einem Perinatalzentrum der Maximalversorgung mit besonderem Engagement verbunden. „Bei uns kommen viele sehr kleine, sehr früh oder krank geborene Kinder zur Welt – und nicht selten sind auch die Mütter selbst erkrankt“, erläutert das Team der Neonatologie. Eine frühe Eltern-Kind-Bindung und eine Ernährung mit Muttermilch unter diesen Bedingungen zu ermöglichen, erfordert besondere Strukturen, Geräte und vor allem ein eingespieltes interdisziplinäres Team. Frauenmilchbank: gespendete Muttermilch für jedes Neugeborene. Eine zentrale Voraussetzung ist die klinikeigene Frauenmilchbank. Sie ermöglicht es, allen Neugeborenen gespendete Muttermilch anzubieten, wenn die eigene Milch der Mutter noch nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung steht. So erhalten auch die empfindlichsten Frühgeborenen von Beginn an die bestmögliche Ernährung. Bonding ab der ersten Minute – auch im Kaiserschnitt-OP. Mit einem Concord Birth Trolley ermöglicht das Zentrum das erste Bonding selbst bei kleinen Frühgeborenen direkt im Sectio-OP. Mutter und Kind können so unmittelbar nach der Geburt einen engen Haut- und Körperkontakt herstellen – ein wichtiger Schritt für Bindung, Stabilität und einen guten Start in die gemeinsame Zeit. Über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren hat das Team intensiv geschult und sämtliche Abläufe systematisch analysiert und weiterentwickelt. Erste Erfolge sind bereits messbar: Mehr Kinder werden mit Muttermilch ernährt, und mehr Familien gehen mit ihrem voll gestillten beziehungsweise voll mit Muttermilch ernährten Kind nach Hause. „Babyfreundlich zu arbeiten bedeutet bei uns, auch unter intensivmedizinischen Bedingungen die Familie in den Mittelpunkt zu stellen. Dass wir das jetzt mit dem Siegel von WHO und UNICEF bestätigt bekommen, ist eine große Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams – und vor allem ein Gewinn für unsere kleinsten Patientinnen und Patienten und deren Eltern“, freut sich Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I.

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