Post by Universitätsklinikum Jena
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🔬 Schwere bakterielle Infektionen schneller erkennen – auch dann, wenn bereits Antibiotika verabreicht werden. Forschende des Universitätsklinikums Jena haben jetzt ein Verfahren weiterentwickelt, das #Krankheitserreger direkt aus #Blutplasma nachweisen kann. Statt auf das Wachstum von Erregern in Blutkulturen zu warten, analysiert die Methode sogenannte mikrobielle zellfreie #DNA – kleinste Erbgutfragmente von Bakterien, Viren oder Pilzen, die während einer Infektion im Blut zirkulieren. In einer #Pilotstudie mit 18 Patientinnen und Patienten stimmten die Ergebnisse in 16 Fällen mit der klinischen Diagnose überein. Besonders bemerkenswert: Das Verfahren identifizierte Erreger auch in Fällen, in denen klassische Blutkulturen keinen Nachweis mehr erbringen konnten. Die Methode liefert Ergebnisse innerhalb von rund zwölf Stunden und könnte künftig nicht nur die Diagnostik verbessern, sondern auch helfen, Antibiotikatherapien individueller zu steuern. Ein weiterer Pluspunkt: Das Forschungsteam hat das Protokoll frei zugänglich veröffentlicht, damit andere Kliniken und Forschungseinrichtungen den Ansatz nutzen und weiterentwickeln können. Die Studie von Micha Banz, MD, MSc und Kolleginnen und Kollegen aus dem Else-Kröner-Forschungskolleg IKARUS mit Unterstützung des InfectoGnostics Forschungscampus Jena wurde jetzt in Genome Medicine veröffentlicht. 👉 Zur Pressemitteilung: https://lnkd.in/dutm8MuJ 👉 Zur Studie: https://lnkd.in/dZwcpj7N #UniversitätsklinikumJena #UKJ #Infektionsmedizin #GenomeMedicine #Mikrobiologie #Antibiotika #Diagnostik #Forschung #OpenScience #IKARUS Micha Banz, MD, MSc Mathias W. Pletz, MD, Prof. Dr. med. Else Kröner-Fresenius-Stiftung Else Kröner-Forschungskolleg »IKARUS • Infektionen im Kardiovaskulären System«