Post by Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt
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Zwischen atomarer Abschreckung und europäischer Verantwortung: An der KU hat der französische Generalkonsul in München, Alexandre Vulic, über „Frankreich, Deutschland und Europa angesichts einer neuen atomaren (Un-)Ordnung“ gesprochen. Bei einem Gastvortrag in Eichstätt richtete er den Blick auf die Frage, wie sich die europäische Sicherheitsordnung verändert und welche Rolle Frankreich und Deutschland dabei künftig spielen könnten. Vulic stellte die aktuelle französische Nukleardoktrin vor, ordnete geopolitische Abschreckungsstrategien ein und sprach über Perspektiven der künftigen deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Dass diese Fragen weit über die aktuelle Lage hinausreichen, zeigte auch die anschließende Diskussion: In der Fragerunde ging es unter anderem um mögliche Auswirkungen der anstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich auf die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Für sicherheitspolitische Themen bringt Vulic besondere Expertise mit: Der Diplomat, der seit 2024 das Generalkonsulat in München leitet, befasst sich seit vielen Jahren mit Fragen der internationalen Sicherheit und Verteidigung, europäischen und transatlantischen Angelegenheiten sowie mit Mittel- und Osteuropa und dem postsowjetischen Raum. Im französischen Außenministerium war er unter anderem stellvertretender Leiter der Abteilung Strategie, Sicherheit und Abrüstung, im Ausland zudem bei der NATO, der Europäischen Union und als stellvertretender Ständiger Vertreter Frankreichs bei der OSZE in Wien tätig. Begrüßt wurde Vulic von KU-Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Stüwe und Françoise Wimmer, Vorsitzende des Vereins „Freunde von Montbrison“. Eichstätt und die Gemeinde im Departement Loire pflegen seit 2019 eine Städtepartnerschaft. Vor dem Vortrag wurde der Generalkonsul daher auch im Rathaus empfangen und nahm an einem Stadtrundgang teil. Für Vulic war es bereits der zweite Besuch an der KU: Im Oktober 2025 hatte er die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt besucht. Damals standen die deutsch-französischen Studienangebote der KU und der Austausch mit Studierenden im Mittelpunkt – darunter der integrierte Studiengang Politikwissenschaft, die Doppelstudiengänge in BWL und Global Management sowie der Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre Digital Customer Experience & Service Design (DICE). Sein erneuter Besuch, dieses Mal am Deutsch-Französischen integrierten Studiengang Politikwissenschaft, unterstreicht die engen Beziehungen der KU zu Frankreich und die Bedeutung des deutsch-französischen Austauschs in Forschung und Lehre.