Post by Undine S.

Dipl.math.oec.; Fraktale Geometrie & Systemtheorie: unterschĂ€tzter transgenerationaler Zusammenhang, im Innen & Miteinander. __________________________________________ “Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.“ (K.Gibran)

Wie viel machst du "(nur so) nebenbei"? 💡 Schau doch mal bewusst hin & feiere dich! Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die nur die großen, sichtbaren Meilensteine applaudiert: ‌- den Projektabschluss, - ‌den Karriereschritt, - ‌das bestandene Zertifikat. Doch die eigentliche Last unseres Alltags tragen wir auf einer ganz anderen Ebene – der unsichtbaren. Es ist die endlose Liste an Aufgaben, Handgriffen & mentalen Prozessen, die wir tĂ€glich „nur so nebenbei“ erledigen. Wer diese mentale & physische Kleinstarbeit permanent als selbstverstĂ€ndlich abtut, rutscht unbemerkt in die Erschöpfung. --> Es wird Zeit fĂŒr eine radikale Bestandsaufnahme. Die Anatomie des „Nebenbei“ đŸ”»Was genau verbirgt sich hinter diesem PhĂ€nomen? Es sind drei Kernbereiche: ‌Der Mental Load: - Das vorausschauende Planen. - Wer denkt an den Geburtstag des Kollegen? - Wer weiß, wann die VorrĂ€te zur Neige gehen? - Wer koordiniert z.B. die Handwerker- od. Arzttermine? --> Diese kognitive Arbeit lĂ€uft ununterbrochen im Hintergrund deines Gehirns – wie eine ressourcenfressende App auf dem Smartphone. ‌Die Mikrotasks: Die fĂŒnf Minuten, die angeblich nicht zĂ€hlen. - Schnell eine E-Mail beantworten, - kurz die SpĂŒlmaschine ausrĂ€umen, - im Vorbeigehen den Schreibtisch aufrĂ€umen, - den Social-Media-Kanal des Teams aktualisieren. --> Isoliert betrachtet wirken diese Aufgaben winzig. In der Summe fressen sie Stunden & fragmentieren die Konzentration. ‌Die emotionale Arbeit: - Kolleginnen zuhören, - die Stimmung im Team ausgleichen. - Konflikte im Keim ersticken. - FĂŒr eine angenehme AtmosphĂ€re sorgen. --> Das erfordert Empathie & Energie, wird aber selten im Arbeitsvertrag aufgefĂŒhrt. đŸ”» Weshalb das Herabspielen gefĂ€hrlich ist. Wenn diese Leistungen mit SĂ€tzen wie „Das war doch nichts“ od. „Das lief einfach so mit“ (auch selbst) abgewertet wird, beginnt emotionale (Selbst)Ausbeutung. --> Das Gehirn registriert die Anstrengung, erhĂ€lt aber keine Belohnung in Form von Anerkennung – weder von außen noch von dir selbst. --> Die Folge kann chronische Unzufriedenheit werden, weil man trotz eines vollgepackten Tages das GefĂŒhl hat, „nichts geschafft“ zu haben. đŸ”»Schluss mit der Unsichtbarkeit: Dein "Aktionsplan". ‌Das Unsichtbare sichtbar machen: Drei Tage lang jede noch so kleine TĂ€tigkeit aufschreiben. - Jedes Telefonat, - jeden Handgriff, - jeden Planungsgedanken. Die schiere Masse wird ĂŒberraschen. ‌Erfolge umdefinieren: - Nicht nur das fertige Endprodukt feiern. - Sondern auch & v.a. die zehn gelösten Mikro-Probleme, die das Produkt erst möglich gemacht haben. ‌Grenzen setzen, auch & vor allem auch fĂŒr sich selbst: - Das Wort „nur“ aus dem Wortschatz streichen, wenn es um die Arbeit geht. - Du hast nicht „nur kurz“ geholfen. - Du hast deine Expertise eingebracht. 💡 Schau heute doch einmal bewusst auf deine To-Do-Liste der unsichtbaren Dinge. --> Du leistest Großartiges in den ZwischenrĂ€umen deines Tages. --> Feiere dich genau dafĂŒr!

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