Post by Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Nuclear Safety and Consumer Protection
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Meilenstein erreicht: Die letzten Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield sind heute im Zwischenlager Brokdorf angekommen. Damit ist die gesamte Rückführung deutscher Abfälle aus der Wiederaufarbeitung im Ausland nach gut 30 Jahren abgeschlossen. Ein Prozess, der 2015 mit einem Kompromissvorschlag des Bundesumweltministeriums begann: Die Abfälle wurden fair auf mehrere Zwischenlager verteilt, statt sie wie ursprünglich geplant, alle zentral ins Lager Gorleben zu bringen. In den Zwischenlagern Philippsburg, Biblis und Isar stehen ebenfalls Behälter mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung. Insgesamt wurden zwischen 1973 und 2005 6.670 Tonnen bestrahlte Brennelemente aus deutschen AKW nach Frankreich und Großbritannien gebracht. Die Rückführung aus Frankreich wurde bereits 2024 abgeschlossen. Seit heute erfüllt Deutschland nun alle völkerrechtlichen Rücknahmeverpflichtungen termingerecht. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth war gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt vor Ort im Zwischenlager Brokdorf, um den Abschluss zu würdigen. "Damit ziehen wir einen Schlussstrich unter das Kapitel Wiederaufarbeitung in Deutschland. Das Thema hat unser Land fast ein halbes Jahrhundert beschäftigt und über eine lange Zeit gesellschaftlich gespalten. Die Wiederaufarbeitung hat für Deutschland nie wirklich funktioniert und strahlender Müll ist trotzdem übriggeblieben. Dafür übernehmen wir jetzt die Verantwortung", so Flasbarth. https://lnkd.in/ePb2Qh8q BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)