Post by Universitätsklinikum Augsburg

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🌿 Wie gelingt es, Waldtherapie so in die Versorgung zu bringen, dass sie nicht nur gut gemeint ist, sondern medizinisch anerkannt, wissenschaftlich belastbar und im Alltag von Patientinnen und Patienten wirklich ankommt? Mit dieser Fragestellung setzen wir uns am Universitätsklinikum Augsburg kontinuierlich auseinander. Ein besonderer Anlass für einen vertieften Austausch war der Besuch einer achtköpfigen Delegation des National Korean Forest Service und des Korean Forest Welfare Institute aus Südkorea, die in der Abteilung Integrative Gesundheitsversorgung und Prävention des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit empfangen wurde. Südkorea ist weltweit eines der führenden Länder im Bereich Waldtherapie. Beeindruckend ist dabei vor allem, wie stark das Thema dort staatlich getragen und weiterentwickelt wird. Gleichzeitig wurde im Gespräch auch deutlich, dass die stärkere Einbindung medizinischer Expertise noch eine zentrale Herausforderung darstellt. Auf deutscher Seite zeigt sich ein anderes Bild: Hier gelingt es zunehmend, naturbasierte Therapieformen in Prävention und Rehabilitation zu verankern, unter anderem durch die wachsende Unterstützung der Krankenkassen. Gleichzeitig bleibt der interdisziplinäre Dialog zwischen Medizin und Forstwissenschaft ein wichtiger Entwicklungsschritt. Genau in dieser Schnittstelle lag die besondere Qualität des Austauschs: unterschiedliche Perspektiven, aber ein gemeinsames Ziel: die gesundheitlichen Potenziale des Waldes besser zu verstehen und evidenzbasiert nutzbar zu machen. Beteiligt waren dabei auch Expertisen aus dem Institut für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit sowie der neuen Abteilung für Integrative Gesundheitsversorgung und Prävention am EMIH. Im Mittelpunkt der Gespräche standen konkrete nächste Schritte: ▪ gemeinsame Forschungsvorhaben ▪ klinische Studiendesigns zur Waldtherapie ▪ Wege in Richtung gesundheitspolitischer Implementierung ▪ sowie der Aufbau langfristiger Kooperationen. Ein wichtiger Meilenstein ist bereits gesetzt: Beide Seiten werden einen Letter of Intent für die zukünftige Zusammenarbeit erarbeiten. Die Gespräche werden zudem im Oktober beim 3. International World Forum of Forest Therapy in Südkorea fortgeführt, wo das Universitätsklinikum Augsburg mit einer Keynote vertreten sein wird. Und: Ab 2027 sind erste gemeinsame Forschungsprojekte zwischen dem National Korean Forest Service und dem Universitätsklinikum Augsburg (EMIH / INAP) geplant. Ein Austausch, der gezeigt hat, wie viel entsteht, wenn unterschiedliche Systeme nicht nebeneinander, sondern miteinander denken. #UKAugsburg #Spitzenmedizin #Spitzenforschung Richard Goerlich

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