Post by TransnetBW GmbH
41,017 followers
Netzdienlichkeit heißt: Strom produzieren, speichern und verbrauchen – so, dass unser Netz stabil bleibt! ⚖️ Erzeugungsanlagen und Speicher können so betrieben werden, dass sie das Stromnetz unterstützen und stabilisieren. Auch Verbraucher, die flexibel Strom beziehen, können einen Beitrag leisten. Das bedeutet: Sie belasten das Netz nicht. Stattdessen tragen sie dazu bei, Schwankungen beim Stromangebot und -bedarf auszugleichen sowie Engpässe zu reduzieren oder zu vermeiden. 🏠 Stellt euch vor, die Waschmaschine startet automatisch dann, wenn das Stromnetz gerade wenig belastet ist. Im großen Maßstab kann Flexibilität helfen, in unserem Energiesystem bis 2030 rund 1 Milliarde Euro bei Redispatch-Maßnahmen zu sparen. Dabei tragen künftig viele Werkzeuge, sogenannte Flexibilitätsinstrumente, dazu bei zusammen langfristig die Systemstabilität zu stärken: 🔋 Marktdienliche Flexibilitätsnutzung: Verbraucherinnen und Verbraucher reagieren mithilfe dynamischer Stromtarife auf Marktpreise und verschieben ihren Stromverbrauch auf Zeiten in denen viel Strom produziert wird und der Strompreis günstig ist 🔄 Implizit netzdienliche Flexibilitätsinstrumente: Signale des Netzbetreibers könnten Knappheiten im Netz anzeigen. Industrie und Haushalte hätten dann die Möglichkeit, freiwillig ihren Verbrauch an die jeweilige Netzsituation anzupassen. 🤝 Präventiv netzdienliche Flexibilitätsinstrumente: Gleichzeitig brauchen Netzbetreiber planbare Flexibilität, die gesichert zur Verfügung steht. Nutzende können hier z.B. einen Stromtarif wählen, bei dem sie sich dazu verpflichten, ihre Flexibilität bereitzustellen und im Falle eines Signals ihren Stromverbrauch anzupassen. 👉 Vereinfacht gesprochen: Droht ein Engpass, gibt der Netzbetreiber an einen Aggregator ein Signal. Dann wird im Hintergrund der Stromverbrauch so verschoben, dass kurzfristige Engpässe im Stromnetz vermieden werden. Das ist Redispatch 3.0. Ziel ist es, den kostenbasierten Redispatch zu ergänzen, der für Erzeugung und Großspeicher gilt. ⚡️ Kurativ netzdienliche Flexibilitätsinstrumente: In kritischen Netzsituationen ist schnelles Handeln gefragt: Netzbetreiber können kurzfristig eingreifen, zum Beispiel durch die vorübergehende Drosselung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen. § 14a EnWG schafft dafür bereits heute den rechtlichen Rahmen und ermöglicht eine gezielte Steuerung flexibler Lasten zur Stabilisierung des Stromnetzes. Netzdienlichkeit kann somit durch eine Kombination aus Marktmechanismen und gezielten Eingriffen ermöglicht werden und für ein sicheres, flexibles Stromnetz sorgen. 💡 #EnergiewendeMachen