Post by Torsten Rödiger

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Profis, holt euch LinkedIn zurück! Es ist ein für jeden sichtbarer, ganz offensichtlicher Trend seit ein paar Monaten: Immer mehr Menschen mit Kompentenzhintergrund verlassen diese Bühne eines beruflichen sozialen Netzwerks. Entertainment übernimmt. Es macht weder für die beruflichen Creator noch für die Consumer noch viel Sinn, hier zu sein. Ja ja, jetzt denken oder schreiben wieder einige "LinkedIn ist, was Du draus machst!" Aber was habt ihr denn bitte hieraus gemacht? Es ist offensichtlich, traurig und schade, wie viele geschätzte Menschen hier kaum noch Inhalte rausbringen. Weniger Einblicke in Gedanken, Arbeitsweisen, Perspektiven. Stattdessen Fotos von parkenden Autos kombiniert mit schwachsinnigen Learning-Texten oder übelste Engagement-Fragen der Liga, ob man denn dieses Shirt, diese Uhr, diesen Magerquark kaufen sollte. "Was meint ihr?" 🥱 Das Problem: Als beruflicher User von LinkedIn hast Du tatsächlich kaum noch Argumente, hier zu sein. Content? Rage bait, Erotik, Prunk. Das machen andere Plattformen auch, nur sind die halt wirklich unterhaltsam. LinkedIn ist wie der Dad Joke der sozialen Netzwerke. Immer bissl angestrengt. Immer bissl "verstehste?"... Der Unterschied war eben tatsächlich mal die beruflich relevante Note. Heute? Nix mit professionellen Inhalten. Und beim Scrollen durch Bares, Benz, Bizeps, Brüste wirds halt auch immer schwieriger, Deinem Chef zu erklären, warum Du den ganzen Tag auf LinkedIn rumhängst. Ein anderer Teil der Wahrheit ist allerdings auch, das fachlich kompetente Menschen irgendwann realisieren, dass LI lediglich ein Tool von vielen ist. Und wenn dieses nicht mehr performt (und einem nicht nal gut tut), dann wird erstmal beobachtet und später gegebenfalls aussortiert. 🤷‍♂️ Und so geben viele nicht auf. Nein, sie erkennen, dass LinkedIn keine wahre Relevanz mehr für sie hat. Schade um die Verbindungen, aber verständlich in der Entscheidung. Keine Ahnung, ob man LinkedIn wieder professioneller gestalten kann. Ob LinkedIn sich selbst überhaupt als Plattform für seriösen, beruflichen Content wahrnimmt. Oder ob am Ende die schiere Quantität an Nutzern, Content und Interaktionen gewonnen hat. So entscheidet am Ende jeder für sich, ob er sich "sein" LinkedIn zurückholt. Oder sich von LinkedIn zurückzieht. 🤷‍♂️