Post by Tobias Henrich

Managing Director bei SmartGAS Mikrosensorik GmbH

Wenn ich über Gassensorik spreche, denke ich oft an Orte, an denen Messung keine Komfortfrage ist, sondern über Sicherheit entscheidet. Ein Beispiel: der Gotthard-Basistunnel. Zwischen 1999 und 2010 entstand dort eines der größten permanenten Atmosphären-Monitoring-Projekte Europas. 57 Kilometer durch die Schweizer Alpen, bis zu 2,3 Kilometer Fels über den Köpfen der Arbeiter – und immer das Risiko, auf methanführende Gesteinsschichten zu treffen. Methan ist tückisch: unsichtbar, geruchlos, ab etwa 4 Volumenprozent explosionsfähig. Deshalb wurde ein redundantes Multigas-Monitoring installiert: Methan am Bohrkopf, alle 100 Meter im Tunnel, in Lüftungsschächten. Sauerstoff parallel dazu. CO für Dieselmotoren und Sprengungen. Mehr als elf Jahre Bauzeit – kein einziger gasbedingter Zwischenfall. Nicht weil das Gebirge harmlos war. Sondern weil jeder kritische Wert früh genug sichtbar wurde. Robuste Gassensorik entsteht nicht im Datenblatt. Sie entsteht dort, wo Messwerte unter härtesten Bedingungen zuverlässig sein müssen. #Tunnelbau #IndustrialSafety #ConfinedSpace #smartGAS — When I talk about gas sensing, I often think of places where measurement isn't a comfort question — it decides safety. The Gotthard Base Tunnel: 57 km through the Swiss Alps, methane-bearing rock, 11 years of construction. A fully redundant multi-gas system — methane at the drill head, every 100 meters, in ventilation shafts. Oxygen in parallel. CO for diesel vehicles and blasting. Not a single gas-related incident. Not because the geology was harmless. Because every critical value became visible early enough. Reliable gas sensing isn't built on a datasheet. It's built where measurements have to hold under the hardest conditions.

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