Post by Tim Graf
Sensorik & Automatisierung | Verlässliche Auswahlhilfe + digitale Prozesse im B2B-Vertrieb
Der Kunde hatte sich bereits entschieden. Ich musste ihm sagen, dass seine Wahl die zweitbeste ist. Gerade komme ich aus einem Telefonat mit einem Kunden. Anwendungsfall: Füllstandsüberwachung einer Zisterne. Für mich in der Beratung mittlerweile ein Klassiker. Der Kunde hatte sich im Vorfeld schon informiert (so mag ich das) und sich einen Ultraschallsensor herausgesucht. Liegt nahe, Ultraschall ist auch nicht verkehrt – aber eben nicht die beste Lösung. Es gibt immer wieder äußere Einflüsse, die den Sensor stören können: eine zu nahe Behälterwand (stört die Schallkeule) oder ein Medium, das sich bewegt. Also vorsichtig den Kunden auf ein ganz anderes Messprinzip gebracht: die hydrostatische Pegelsonde. Für mich DIE Lösung für diesen Anwendungsfall. In einem Satz erklärt: Das hydrostatische Messprinzip basiert auf der Druckmessung. 0,1 bar entsprechen 1 m Wassersäule. Der Wert wird als 4–20 mA-Analogsignal ausgegeben und lässt sich an einer Steuerung oder einer Anzeige anzeigen oder weiterverarbeiten. Aber worauf musst du achten? Auch hier gibt es ein paar Kleinigkeiten: • Bewegt sich das Medium, solltest du die Sonde fixieren. • Besteht die Gefahr von Schlammbildung oder Fremdkörpern, schütze den Eingang der Sonde vor dem Eindringen – regelmäßiges Reinigen ist dann Pflicht. • Pass auf das Kapillarröhrchen am Kabel auf. Es regelt den Druckausgleich und darf nicht knicken oder verstopfen. Hast du das im Blick, kann nichts mehr schiefgehen. Mein Kunde ist happy und will jetzt online bestellen. Hast du Erfahrungen mit der Zisternenüberwachung? Was nutzt du da am liebsten?