Post by Till David Schaltegger
Head of Real Estate Operations | Building the structure and team behind a CHF 20bn real estate platform | Entrepreneur at heart
Ein perfektes Pitchdeck hat noch kein einziges Startup gerettet. Letzte Woche habe ich Studierenden gezeigt, was stattdessen zählt. An der Summer School der Universidad EAFIT und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ging es mit Studierenden aus Medellin und Basel um Marktanalyse. Der Case: Cheeky Campers, die Campervermietung, die ich 2021 mitgegründet habe. Unsere Analyse von damals war sauber. Marktgrösse berechnet, Trends geprüft und Wettbewerb gewichtet.Sogar die grössten Risiken haben wir richtig vorhergesehen. Und trotzdem lag sie an gewissen Stellen daneben. Wir dachten, unsere Kunden wählen uns wegen der Nachhaltigkeit. Am Ende entschied der Preis und verglichen wurden wir mit Flug plus Hotel, nicht mit anderen Campern. Genau das habe ich der Klasse gezeigt. Nicht die schönen Pitchdeck Folien, sondern die Stellen, an denen die Realität unsere Annahmen korrigiert hat. Denn das ist die eigentliche Lektion: Analyse macht das Risiko kleiner. Sie nimmt dir aber die Entscheidung nicht ab. Am Schluss entscheidet der Markt, nicht das Modell. Das gilt nicht nur für Startups. Auch im Konzern ist jeder Business Case zuerst eine Hypothese, egal wie gut das Deck aussieht. Mein letzter Satz an die Klasse war deshalb: Baut einen Prototyp, verkauft an echte Kunden und lasst die Realität entscheiden. Wie viel Realität steckt in deinem letzten Business Case, und wie viel Wunsch?