Post by Thore D. Hansen
Autor, Journalist, Verleger, Ghostwriter. Hochwertige Buchproduktion, von der Idee bis in den Buchhandel. Ich helfe Ihre Geschichte umzusetzen! Konzeption · Redaktion · Gestaltung · Produktion · Vermarktung
Ob sich die Schilderungen über Mathias Döpfners Gespräche mit Friedrich Merz bis ins letzte Detail werden bestätigen lassen, ist offen. Doch sie wirken keineswegs aus der Luft gegriffen. Seit Jahren ist ein publizistischer Rechtsruck bei Springer zu beobachten. Vor allem Bild und Welt stellen die Brandmauer zur AfD immer wieder infrage, setzen migrationspolitische Themen u.a.m. in einer Weise um, die Positionen der AfD massiv stärkt, und geben Stimmen Raum, die für eine Öffnung der Union nach rechts werben. Vor diesem Hintergrund erscheint der Bericht des RND nicht unplausibel, weil er zu einer Entwicklung passt, die öffentlich seit Langem sichtbar ist, nicht zuletzt durch Döpfners Agitation in den vergangenen Jahren. Die beteiligten Journalisten gehören jedenfalls zu den erfahrensten Politikreportern der Hauptstadt und sind nicht dafür bekannt, politische Geschichten frei zu erfinden. Dass Springer die Vorwürfe scharf dementiert, ist selbstverständlich legitim, aber es auch legitim die Berichte ernst zu nehmen und kritisch zu prüfen, statt sie allein aufgrund des Dementis als erledigt zu betrachten. https://lnkd.in/dJB8TVyv