Post by Thomas Hutter

Focus on the 20 that move the 80

Kollektives Aufatmen am Sonntagabend. Die Schweiz hat sich nicht selbst den Stecker gezogen. ​Das Volk beweist echte Weitsichtigkeit und schmettert die Nachhaltigkeitsinitiative (oder besser Chaos-Initiative) der SVP deutlich ab, wie das Endresultat unmissverstaendlich zeigt. ​Aber ein Blick auf die Landkarte tut trotzdem weh. Was war bitteschön in der Innerschweiz, im Appenzell und bei mir hier im Thurgau los? ​Ausgerechnet die ländlichen Wirtschaftsregionen und KMU-Zentren stimmen mit fliegenden Fahnen für ein planwirtschaftliches Experiment. Ein Experiment, das ihren eigenen Betrieben morgen den personellen Sauerstoff abgedreht hätte. Ein Ja in Schwyz, Appenzell oder im Thurgau ist kein Heimatschutz, sondern wirtschaftlicher Selbstmord aus purem Frust über den angeblichen Dichtestress und die miese Asylpolitik. ​Zum Glück hat die Mehrheit der Masse kühlen Kopf bewahrt. Sie hat verstanden, dass man die demografische Lücke der in Rente gehenden Boomer nicht mit einem starren Verfassungsdeckel wegbeten kann. ​Der Spuk ist vorbei, aber die Probleme sind real. Die Politik ist gefragt, endlich die Hausaufgaben bei Raumplanung, Infrastruktur und Asylwesen anzupacken. Ein riesen Dank der Schweizer Stimmbevölkerung, die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal gegen die Trumpisierung der Schweiz gestimmt hat.

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