Post by Thomas Friedrich
Geschäftsführender Gesellschafter bei Innogration GmbH | multifunktionale Betonfertigteile mit integrierter Haustechnik | modularer Bauen
Optimale Leistung beim Kühlen von Gebäuden mithilfe der Betonmasse – der Vorteil des Selbstregeleffekts: automatisch Speichern und Verteilen. Auch beim Kühlen von Räumen müssen die Klimageräte nicht immer auf die Spitzenkühllast ausgelegt werden. Dazu braucht es jedoch entsprechende Speichermöglichkeiten für die Energie. 🟢 Kühlen mit konstant niedriger Energiezufuhr dank der Speicherfähigkeit der Betonmasse Innogration GmbH hat in dem Versuchsgebäude #Innoliving® während der vergangenen heißen Tage das Raumklima optimal reguliert. Die Konstruktion des Gebäudes besteht aus Betonfertigteilen mit einer hohen Wärmespeicherkapazität für die Bodenplatte, die Wände und die Decke. In dem beigefügten Schnitt durch das Gebäude sind die massiven Bauteile und die große Fensterfront erkennbar. In der dünnen Schale des U-förmigen Querschnitts für die Decke sind die Rohrleitungen der oberflächennahen BKT angeordnet. Unter diesen Randbedingungen reagiert die Betonplatte wie eine Kühldecke. Der Großraum von #Innoliving® ist mit vier Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Die große Fensterfront nach Süd-Osten mit außenliegender Verschattung erzeugt gemeinsam mit den Personen im Raum bereits am frühen Morgen entsprechende Energielasten, so dass der Raum gekühlt werden muss. 🟢 Messungen zur Variation der Leistung mit konstanter Energiezufuhr Unser Experiment sah eine konstante Energiezuführung bei geringer Leistung über täglich 24 Stunden vor. Für die Messung haben wir die Kühlung über die Wärmepumpe erzeugt, während wir sonst direkt mit dem Erdspeicher (Free-Cooling) arbeiten. Die Messungen über mehrere Tage zeigen deutlich folgendes thermisches Verhalten bei der konstanten Energiezufuhr auf niedrigem Niveau für die aktivierte Decke: 📌 Die Decke nimmt in der Nacht die zugeführte Energie auf, um diese zu speichern 📌 Der Raum ist in der Nacht ausreichend kühl, so dass kein Energietransport aus der Decke erfolgen muss 📌 Steigt am Morgen die Wärmeenergie im Raum, wird die gespeicherte Kälte automatisch in den Raum abgegeben (Selbstregeleffekt) 📌 Die gespeicherte Kühlenergie in der Betondecke wird zum Kühlen des Raums genutzt Noch deutlich zeigt sich der Selbstregeleffekt bei der Betonwand ohne integrierte Rohrleitungen: 📌 Die Betonmasse wirkt wie ein Pufferspeicher, indem die Kälteenergie automatisch gespeichert wird, wenn der Raum keine Kühlung braucht 📌 Mit dem Eintrag von Wärme in den Raum, braucht es mehr Kühlung und sofort gibt die Betonmasse die gespeicherte Energie an den Raum ab 🟢 Bauen mit Masse ersetzt einen Pufferspeicher Die Gebäudemasse regelt den Bedarf an Kühlung im Raum selbstständig. Somit kann die Energie bei konstanter und geringer Leistung über den Tag zugeführt werden. Deshalb lassen sich die Gerätschaften für die Klimatisierung für niedrige Leistungswerte auslegen. Das hat wirtschaftliche Konsequenzen bei den Investitionen, als auch für den Betrieb. #BKT #Selbstregeleffekt #Kühlung #Pufferspeicher