Post by The Pioneer

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Streicht man einen Feiertag, stirbt oft auch die Erinnerung. So erging es dem 17. Juni 1953, dem Tag, an dem sich rund eine Million DDR-Bürger gegen ihre eigene Führung erhoben, weil sie zehn Prozent mehr leisten sollten, ohne mehr Lohn. Friedrich Merz und SED-Chef Walter Ulbricht verbindet ein unsichtbares Band. Drei Lehren reichen bis in die Gegenwart. Erstens: Fleiß-Appelle machen stur, nicht fleißig. Zweitens: Arbeiterproteste sind ein Frühwarnsystem, der 17. Juni war der Vorbote von 1989. Drittens: Das Volk ist der Souverän, gegen die eigenen Leute regiert niemand dauerhaft. Der Unterschied zu damals: keine Toten, keine Mauer aus Beton. Aber auch eine Mauer im Kopf schützt die Macht am Ende nicht. Der Protest steht heute nicht auf der Straße, er sitzt in der Wahlkabine. Gabor Steingarts vollständige Analyse im Morning Briefing.

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