Post by Technische Hochschule Georg Agricola
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Wie macht man Biodiversität in einem komplexen Industrieumfeld messbar? 🌿🏭 Genau dieser Frage geht Malin Chrzon in ihrer Forschung nach, für die sie im Rahmen des Forschungssymposiums der Bochumer HAW's mit einem Preis bei der Postersession bedacht wurde. Das Untersuchungsgebiet: Das Kavernenspeicherfeld Gronau-Epe – ein Raum, in dem industrielle Nutzung, Landwirtschaft, Naturschutz sowie Renaturierungs- und Kompensationsmaßnahmen direkt aufeinandergetroffen. Das Problem? Biodiversität lässt sich nicht einfach mit einem einzigen Messgerät erfassen. Arten, Lebensräume und ökologische Prozesse hängen in einem hochkomplexen System zusammen. Klassische Artenzählungen vor Ort sind häufig aufwendig, punktuell und benötigen ein hohes Expertenwissen. Hier setzt Malins Forschungsansatz an, der auf modernen Technologien und cleverer Datenfusion basiert: Statt mühsam jede einzelne Art zu zählen, nutzt sie frei verfügbare Satellitendaten und modernste GIS-Methoden. Sie ersetzen nicht die klassische Kartierung, ermöglichen aber eine flächendeckende und langfristige Beobachtung. Analysiert werden räumliche und zeitliche Veränderungen von Umwelt- und Landschaftsstrukturen – wie Vegetationsstrukturen, Flächennutzung, Versiegelung oder die Vernetzung von Lebensräumen, aber auch klimatische Veränderungen. Viele komplexe Datensätze werden in einer einzigen, aggregierten Bewertungsgröße zusammengeführt. Das Ergebnis? Verständliche visuelle Konzepte und Karten, die Entwicklungen auch für Laien auf einen Blick transparent machen. Malin möchte einen standardisierten, übertragbaren Monitoringansatz entwickeln. Die Methodik soll über Gronau-Epe hinausgehen und langfristig an anderen Industrie-, Infrastruktur- oder Energiestandorten eingesetzt werden. So können Unternehmen und Behörden Umweltveränderungen systematisch erfassen, Kompensationsmaßnahmen bewerten und Entscheidungen künftig rein datenbasiert treffen. Ein starker Beitrag für ein zukunftsfähiges Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsreporting! 🚀 Ein großes Dankeschön auch an die Uniper Energy Storage für die wertvolle Forschungskooperation und die hervorragende Datengrundlage vor Ort.