Post by Tanja Kramer

Mit Herz & Know-how: Kopf der KAD in NRW I Expertin für Live-Kommunikation | Erlebnisgestalterin

Um 18 Uhr lag das Gelände noch still in der Abendsonne, die alten Backsteinhallen warfen lange Schatten. Um 21 Uhr wummerten Bässe zwischen genau diesen Hallen, und tausende Menschen zogen über das Areal. ⚒️   Am 27. Juni waren wir wieder mit dabei, als die ExtraSchicht auf der Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt in Gelsenkirchen/Herten stattfand – wie schon in den Jahren zuvor haben wir den Abend komplett von Grund auf aufgebaut: Konzept, Künstler-Booking, Infrastruktur, den gesamten Ablauf vor Ort.   Und genau deshalb kenne ich das Gelände mittlerweile ziemlich gut – und trotzdem packt mich der Kontrast jedes Mal wieder aufs Neue: Man merkt der Anlage an jeder Ecke an, dass hier über Generationen hart gearbeitet wurde. Und trotzdem verträgt sie Musik, Menschenmassen und pure Leichtigkeit, ohne ihren Charakter zu verlieren.   Während draußen die Bühnen liefen, war es in den Kauen fast andächtig ruhig. Dort spielte das Ensemble Ruhr leise, reduzierte Klänge, denen man in aller Ruhe lauschen konnte – zwischen den alten Umkleide- und Waschräumen, in denen früher die Bergleute ihre Schicht begonnen und beendet haben. Ein kurzer Gegenpol zum Trubel draußen, der mir noch lange nachgegangen ist.   Was für mich bei so einem Projekt aber fast am meisten zählt: der Blick hinter die Kulissen. Rigging, Soundcheck, letzte Absprachen mit dem Sicherheitsteam, während die ersten Besucher schon durchs Tor kommen – und dann dieser Moment, in dem man kurz durchatmet und sieht, wie alles ineinandergreift. Ein Gelände, das jahrzehntelang für Schichtarbeit stand, bekommt für einen Abend eine ganz neue Funktion. Genau dafür mache ich diesen Job ... und das auch am bisher wärmsten Tag des Jahres, bei über 30° Grad.   Wart ihr auch bei der ExtraSchicht unterwegs? Ich bin gespannt, welcher Standort euch am meisten beeindruckt hat. 👇

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