Post by Susanne Dickstein
Chefredakteurin bei OÖNachrichten
Als Alpenglühen bezeichnet man eine Stimmung bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, die die Berge in ein einzigartiges Licht taucht, sodass der Eindruck entsteht, sie würden glühen. In diesen Tagen gewinnt der Begriff Alpenglühen eine neue Bedeutung. Lech am Arlberg, wo ich die vergangenen Tage verbracht habe, liegt auf 1444 Metern Seehöhe, und es hatte knapp 30 Grad Celsius. Ich war Gast beim jährlichen Symposium Impact Lech des Genetikers Markus Hengstschläger. Unter dem Titel „Was Daten können – und was nicht“ habe ich unter anderem mit Siemens-Österreich-Chefin Patricia Neumann und Swietelsky-Vorstandsvorsitzendem Peter Krammer über die Macht der Daten diskutiert. Besonders beeindruckend war der Beitrag von Dynatrace-Gründerin Sok-Kheng Taing. 2005 hat sie in Linz mit zwei Studienkollegen das auf Datenanalyse spezialisierte Unternehmen gegründet und es 2011 für 180 Millionen Dollar an einen US-Konzern verkauft. Trotz des Verkaufs prosperiert Dynatrace in Linz und wächst am Gründungsstandort mit einem neuen Forschungscampus, der Platz für 1500 Mitarbeiter bietet. Zwei der drei Gründer – neben Sok-Kheng Taing auch Bernd Greifeneder – schreiben diese beeindruckende Erfolgsgeschichte nach wie vor aktiv mit. Verglichen mit anderen Start-up-Geschichten machen sie so den entscheidenden Unterschied.