Post by Stiftung 20. Juli 1944
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Ohne sie hätte es sicherlich keinen Umsturzversuch gegen das verbrecherische NS-Regime und kein Attentat auf Hitler gegeben, und doch haben sie bisher eher wenig Beachtung gefunden: die Frauen der Widerstandskämpfer. Ihr Engagement war so breit wie unterschiedlich. Manche waren in die Verschwörung eingeweiht, andere wurden vom Staatsstreich völlig überrascht, wieder andere hatten ihre Männer über alle Höhen und Täler bis zur Entscheidung zum „Hochverrat" begleitet. Unter Mitwirkung der Angehörigen stellt die Stiftung 20. Juli 1944 ab heute diese so unterschiedlichen „Starken Frauen" in kurzen Portraits vor. So sehr die Gefährdung ihrer eigenen Familien die Widerstandskämpfer belastete, so war ihr Handeln ohne den Gedanken an ihre Frauen und Kinder kaum möglich. Denn es ging vor allem um eine bessere Zukunft für unser Land und damit auch für ihre Töchter und Söhne. Ob im stillen oder offen geäußerten Einvernehmen, die Frauen gaben Halt und Vertrauen und trafen ihre eigene Entscheidung, an der Seite ihrer Männer Widerstand zu leisten. Nur in diesem Miteinander konnte der Widerstand bestehen und seine moralische Wirkung entfalten, über den gescheiterten Umsturzversuch hinaus: dass es nämlich den höchsten Einsatz für Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit wert ist. Nach dem 20. Juli 1944 standen viele von ihnen alleine da: Als Angehörige von „Verrätern", teils in Sippenhaft, zogen sie ihre Kinder allein groß. Sie kämpften durch die gesamten 1950er und 60er Jahre der jungen Bundesrepublik hindurch um Anerkennung des Widerstands, gegen das Stigma des Verrats und um ihre Rechte und Renten. Beklagt haben sie sich trotzdem nicht. #StarkeFrauen #20Juli1944 #Widerstand #Rechtsstaat #niewiederistjetzt #Menschenwuerde