Post by Stephanie Anders
Referentin für Bildungspolitik bei Handwerkskammer Hamburg
Ausnahme? Oder Beweis, was mit gelungener Integration möglich ist? Die Geschichte von Davood Nia Rashid ist beeindruckend: 2022 kommt er aus dem Iran nach Deutschland, bald darauf startet er seine Ausbildung im Behälter- und Apparatebau bei Kliewe. 2026 schließt er diese als Bundesbester ab. Nächster Schritt: Meister. Hinter solchen Geschichten steht beim Hamburger Handwerk ein klarer Trend: Im Jahr 2025 lag der Anteil von neuen Azubis mit ausländischer Staatsbürgerschaft bei uns bei 30 Prozent! Und das effektiv über alle Gewerke hinweg. Das zeigt nicht nur, dass unsere Imagekampagne keine leeren Phrasen enthält, es unterstreicht auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Mit der Verrentung der Babyboomer wird es eng auf dem Fachkräftemarkt. Egal welche Prognose man heranzieht - genau hier wird die Lücke am größten werden: bei Personen mit Berufsausbildung. Um den Wirtschaftsstandort zu sichern, müssen wir diverse Hebel ansetzen. Einer davon: Zuwanderung als Aufgabe und Chance begreifen. Es gilt, Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit, die bereits hier sind, schnell und nachhaltig zu integrieren und sich gleichzeitig für Fachkräfte aus dem Ausland zu öffnen. Für mehr Erfolgsgeschichten braucht es allerdings auch die passenden Rahmenbedingungen: zügige Verwaltungsentscheidungen, praxisnahe Sprachkurse, verlässliche Bleibeperspektiven für Auszubildende und eine gelebte Willkommenskultur. #Handwerk #Fachkräftesicherung #DualeAusbildung #Gleichwertigkeit #Integration #Wirtschaft #Hamburg #HandwerkskammerHamburg