Post by Stephanie Abdel-Ahad

Our Vision is to align Leadership with Value Creation for both, our Clients and Candidates

Eine Beobachtung, die mir in Gesprächen mit Führungskräften immer wieder begegnet: Die schwierigen Situationen werden gut gemanagt. Der Stellenabbau, die Umstrukturierung, der krisenhafte Quartalsabschluss. Da ist die Konzentration hoch, alle sind fokussiert, Führung wird sichtbar. Problematisch wird es oft genau dann, wenn alles läuft. Manuel Gulde, ehemaliger Profi beim SC Freiburg, hat das am WM-Wochenende in einem Artikel auf Haufe gut auf den Punkt gebracht: Deutschland führte nach sechs Minuten gegen WM-Debütant Curaçao. Eine Viertelstunde später stand es 1:1. Nicht weil Curaçao plötzlich besser wurde, sondern weil Deutschland kurz aufgehört hatte, bei sich zu bleiben. Am Ende 7:1, aber das Spiel hat trotzdem etwas gezeigt: Ein Favorit verliert nicht an der Stärke des Gegners. Er verliert, weil er sein eigenes Niveau kurz verlässt. Das erkenne ich in Organisationen regelmäßig. Die Prozesse, die „wie von selbst laufen". Die Onboardings, die intern als Routine gelten, die Führungsgespräche, die nicht mehr wirklich vorbereitet werden, weil man das ja schon hundertmal gemacht hat. Es sind selten die komplexen Projekte, die scheitern, es sind die Dinge, die zu leicht wirkten. Was mich bei Guldes Kolumne beschäftigt, ist seine Unterscheidung zwischen Motivation und Disziplin: Motivation braucht einen Gegner, Disziplin braucht nur dich. Ich frage mich, ob Organisationen das wirklich einbauen, oder ob Standard-Performance vor allem dann gefordert wird, wenn sie schon nicht mehr da ist. #HR #Leadership #FutureOfWork #michaelillert https://lnkd.in/e_NTR6Yb

Post content