Post by sabine steigner
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Das Zimmer im 5-Sterne-Resort war bezahlt. Er schlief im Zelt. Ich bin nicht ganz unschuldig daran 😉 Drei Tage vorher war er angekommen. Später Nachmittag. Das Licht fiel schräg durch die Bäume. Auf dem kleinen Holztisch standen zwei große Eiskaffee. Pepper hatte ihn bereits für geeignet befunden. Er kam mit einer beruflichen Frage. Sie hielt ungefähr, bis die letzten Reste aus dem Glas gelöffelt wurden. Am Abend brannte das Feuer. Er erzählte von einer Entscheidung, die zwölf Jahre zurücklag. Von einem Unternehmen. Einem Angebot. Und dem Satz seiner Frau: „Mach es nicht.“ Er hatte es gemacht. Zwölf Jahre später saß er an meinem Feuer und wusste noch immer nicht, ob es die richtige Entscheidung gewesen war. Das Holz knackte. Ich legte eines nach. Am nächsten Morgen lag der See glatt zwischen den Bäumen. Pepper sprang hinein. Selbstredend. Wir liefen. Redeten. Blieben stehen. Redeten weiter. Und ohne dass wir uns abgesprochen haben, gingen wir schweigend nebeneinander her. Pepper vorneweg. Am Abend saß er wieder an meinem Feuer. Sein Zimmer im Resort wartete auf ihn. Frische Bettwäsche. Roomservice. Vermutlich kleine Fläschchen im Badezimmer, die besser wohnen als ich. Er sah in die Flammen. „Du hast nicht zufällig ein Zelt?“ Ich sah ihn an. In meiner Knutschkugel gibt es Dinge. Frag nicht. Ein Zelt gehört dazu. Und eine Isomatte. Und ausgerechnet in dieser Nacht beschlossen die Rehe, ihre Brunft sehr ernst zu nehmen. Mitten im Wald. Sehr nah. Sehr unter die Haut gehend. Gestern Morgen saß er schon draußen. Die Hände um den Kaffee. Das Licht kam langsam zwischen den Bäumen hervor. Ich setzte mich zu ihm. Er sagte lange nichts. „Ich bin hergekommen, weil ich wissen wollte, welchen Job ich als Nächstes mache.“ Er sah in seinen Kaffee. „Ich glaube, ich muss erst entscheiden, wie ich leben will.“ Pepper schüttelte sich neben uns. Der halbe See landete auf meiner Hose. Es gibt Augenblicke, die vertragen keine Inszenierung.
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