Post by Steffen Höhne

Wirtschaftsjournalist

„Isoliert und abgehängt“ durch AfD-Remigrationspolitik in Sachsen-Anhalt: Im MZ-Interview spricht der IHK Halle-Dessau-Chef Sascha Gläßer Klartext: ❗ Wirtschaftliche Lage und WM-Aus: „Uns fehlt sowohl im Mannschaftssport als auch in der Politik die richtige Führung. Eine gute Führung holt sowohl im Sport als auch in der Politik das Bestmögliche aus einer Mannschaft und einem Land heraus. Doch in Deutschland wird das Potenzial gerade nicht abgerufen.“ ❗ Energiepreise: „Das Gesamtpaket nicht stimmt. Ja, bei den Gaspreisen gibt es womöglich aktuell keine Preisunterschiede zwischen Deutschland und China. Doch in den USA ist Gas sehr viel billiger, was der Industrie dort nützt. Bei den Strompreisen ist China deutlich günstiger, dort werden weiter massiv Kohlekraftwerke gebaut. (…) Wir müssen unsere Energiekosten fest im Blick haben, damit wir nicht im Wettbewerb abgehängt werden.“ ❗ Rüstungsindustrie: „Als IHK beurteilen wir nicht, welche Branche besser oder schlechter ist. Grundsätzlich begrüßen wir ausdrücklich jeden Investor, der für Wertschöpfung sorgt. Für den einen oder anderen Automobilzulieferer bieten sich dadurch auch neue Geschäftsbereiche, die Arbeitsplätze sichern können.“ ❗ Ukraine-Krieg: „Ja, wir (IHK) werben weiter für Diplomatie. Wenn nicht über Frieden gesprochen wird, bleibt er unerreichbar.“ ❗ AfD und Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: „Das ganze Programm der AfD ist mit migrationspolitischen Themen durchzogen, die in dem Begriff Remigration kulminieren. Damit haben wir ein großes Problem. Die AfD nutzt eine Rhetorik, die die Weltoffenheit in Frage stellt. Da steht für uns die Sorge im Raum, dass ausländische Arbeitskräfte abwandern und wahrscheinlich auch nicht mehr zu uns kommen wollen. (…) Wenn Sachsen-Anhalt ein Land wird, das sagt: ,Wir wollen euch nicht', dann isolieren wir uns selbst und werden wirtschaftlich abgehängt. Das komplette Interview hier: https://lnkd.in/eaDPna_Y Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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