Post by Stefan Stüdemann
Sustainability evangelist. 3-facher Vater. Autor. Podcaster. Mit Leidenschaft. Und irgendwas mit Immobilien.
🏡 Einen ganzen Tag Wohnlabor in Berlin. Fast 100 Gäste. Und eine Erkenntnis, die alles dominiert: Wir reden seit Jahren über die falschen Dinge, wenn es ums Wohnen geht! 🎤 Diese Woche habe ich das #gif Wohnlabor 2026 in Berlin moderiert. Gemeinsam mit Brigitte Adam FRICS, unserer gif-Vizepräsidentin, und einer Speaker-Riege, die in dieser Dichte selten zusammenkommt. Drei Keynotes, vier Realitätschecks, ein Bauturbo-Panel, eine Fishbowl. Und drei Sätze, die mich seitdem nicht mehr loslassen: 612 Milliarden Euro. So viel haben wir seit 2010 in Sanierung gesteckt. Der Endenergieverbrauch deutscher Gebäude: nicht gesunken. (Ingeborg Esser, GdW.) 33 → 49 m². Westdeutscher Wohnflächen-Standard 1987 versus heute. "Wir können uns das schlicht nicht mehr leisten." (Nathanael Over.) Die letzten 20 Jahre haben uns einen Hauptteil der heutigen Probleme eingebrockt. Und so lange werden wir auch brauchen, um sie zu lösen. Was ich mitnehme: Wohnungspolitik braucht Zeithorizonte, die über die nächste Legislaturperiode hinausreichen. Frankreich finanziert über sein steuerfreies Livret A inzwischen 450 Milliarden Euro Wohnungsbau. Und das kapitalmarktunabhängig, bei jeder Zinslage. Das ist kein kleiner Betrag! Wir? Wir bauen Technoparks anstatt Wohnquartieren. Und die Industrie schreibt fleißig an Normen mit, die wir dann wieder mühsam zurückdrehen müssten, um die Baukosten zu senken. In diesem Sinne: Wer 2036 anders wohnen will (oder überhaupt noch), muss heute andere Fragen stellen! Und beantworten. Es war ein mehr als spannender Tag und ich werde über die Erkenntnisse in den kommenden Tagen noch ein paar weitere Posts verfassen. Und natürlich ein großes Dankeschön an unseren Gastgeber Jörg Kotzenbauer von der HOWOGE samt Team und unsere Sponsoren Becker & Kries Unternehmensgruppe sowie GSK Stockmann. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen! #Wohnlabor2026 #Wohnimmobilien gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.