Post by Stefan Rinnert

Spokesperson | Strategic Leader in Public Policy, Industrial Strategy & External Affairs | Advancing Energy Tech for Competitiveness and Resilience⚡️💚

#Energieeffizienz ist der Standortfaktor, der politisch am meisten unterschätzt wird - aber sofort wirkt. Die Spatzen pfeifen es vom Dach: Bei hohen Energiekosten und wachsendem Strombedarf entscheidet eine ambitionierte Effizienzpolitik über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands - nicht Subventionen. Aktuell beobachte ich jedoch eine regulatorische Rolle rückwärts: Weg von systemdienlichem Gold-Plating hin zu - wenn überhaupt - Mindestumsetzungen von EU-Vorgaben. Dabei rechnet sich Effizienz immer - man muss die Rechnung nur zu Ende führen. Der Markt hat das teilweise schon verstanden und bewegt sich mitunter schneller als die Politik. Genau darüber ging es im Austausch mit Johannes Winkel MdB an unserem Standort auf dem EUREF-Campus Düsseldorf in Düsseldorf. Frisch, interessiert und tief in den Themen! Im Zentrum standen die Fragen, wie die deutsche Industrie bei hohen Energiekosten wettbewerbsfähig bleiben und wie der Hochlauf von #KI gelingen kann. Unsere Antwort: mit dem entschlossenen Einsatz von Energie- und Nachhaltigkeitstechnologien. Entscheidend ist dabei eine Perspektive, die in der öffentlichen Debatte zu oft fehlt: Denn die verengt sich auf die CAPEX-Dimension und übersieht die #Lebenszykluskosten. Wer bei Effizienz und Nachhaltigkeitsstandards spart, um kurzfristig die Anschaffungskosten zu drücken, zahlt im Betrieb doppelt und dreifach drauf - während das Asset zeitgleich an Wert verliert oder sich kostspielige Abhängigkeiten verfestigen. Genau diese Lebenszyklus-Perspektive ist der Schlüssel, um #Resilienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zusammenzudenken - konkret über vier Hebel: #Digitalisierung, offene #Automatisierung, #Elektrifizierung und aktive Energieeffizienz. Mindestens zwei strukturelle Bremsen müssen dazu gelöst werden: die Fragmentierung beim Netzanschluss durch über 860+ Verteilnetzbetreiber. Der Wettbewerb um Anschlusskapazität gleicht inzwischen einer Reise nach Jerusalem. Und das Risiko von Netzengpässen steigt, wenn Netze nicht digitalisiert und flexibilisiert sind, Erzeugung nicht stärker dezentral erfolgt und Effizienz nicht ganz oben auf der politischen Agenda steht. Herzlichen Dank an Johannes Winkel MdB für den offenen Austausch und an meinen Kollegen Michael Kuhnert für die Führung durch unseren Innovation Hub. Die Aufgabe von Politik ist es, innovativen Märkten Raum zu geben - nicht sie auszubremsen: Schön, dass wir uns hier einig sind! Schneider Electric CDU/CSU-Bundestagsfraktion

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