Post by Stefan Mülders
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„Nach einem Einsatz hat man immer die Möglichkeit, mit anderen über das Erlebte zu sprechen. Da wird man schon aufgefangen.“ Einsatztaucher Michael Janssen berichtet in der Rheinische Post Mediengruppe Kreis Kleve über sein aktuelles Erlebnis beim Fund des Mannes, der beim Badeunfall in Kleve ertrunken ist: https://lnkd.in/emHVa9wy Das ist keine Effekthascherei. Das ist die ehrliche und, so weit wie öffentlich möglich, ungeschönte Darstellung ehrenamtlicher Arbeit, die an körperliche und seelische Grenzen gehen kann. Ich kenne Michael seit vielen Jahren. Wir haben unsere Leistungsfähigkeit in Rettungsvergleichsschwimmen (wie es damals hieß) gemessen, auf Tagungen zusammengearbeitet, bei Jugendveranstaltungen gemeinsam Spaß gehabt. Auch ich habe das Gerätetauchen vor vielen Jahren in der DLRG gelernt, musste aber später aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Sonst hätte ich vielleicht einen ähnlichen Weg genommen wie er. Stattdessen habe ich in den wenigen Jahren unter Wasser vor allem die schönen Seiten der Seen im Kreis Kleve genießen dürfen. Michael hat meinen allergrößten Respekt. Genau wie alle anderen, die ihre Freizeit ehrenamtlich in den Dienst von Hilfs- und Rettungsorganisationen stellen. Und die weitermachen, obwohl - oder vielleicht auch gerade weil - sie derart schlimme und nachhaltig wirkende Erlebnisse haben. Ein herzlicher Dank gilt auch RP-Redakteur Eirik Sedlmair, der den wie ich persönlich finde sehr schön geschriebenen Artikel verfasst hat. Der deutlich macht, dass hinter den nackten Zahlen von Ertrinkungstoten an heißen Sommertagen mehr steckt als eine Polizeimeldung. btw: Der Rhein ist kein Badegewässer und andere Flüsse auch nicht. In Kanälen ist das Schwimmen verboten. Ebenso in Baggerseen. Es gibt Gründe für Badeverbote und bewachte, ausgewiesene Gebiete zum Schwimmen und Baden. Gemessen an einem Menschenleben ist der Eintritt ins Schwimmbad doch eine "lohnende Investition", oder? ⬇️