Post by sonnen GmbH
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Gestern Abend gab es im deutschen Strommarkt wieder extrem hohe Preise – teils bis zu 75 ct/kWh. Erst im Mai gab es am Mittag ein Rekordtief von -50 Cent/kWh. Egal ob hoch oder tief – solche Preisspitzen sind Teil des gleichen Problems: Angebot und Nachfrage passen nicht zusammen. Drückt am Mittag zu viel Solarstrom in die Netze, den niemand abnimmt, sinken die Preise. Steigt am Abend die Nachfrage, gehen sie wieder nach oben. Der zusätzliche Kühlbedarf bei den hohen Temperaturen und wenig Wind verstärken diesen Effekt derzeit 📈 Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel Strom wir erzeugen. Sondern auch, wie gut wir ihn über die Zeit verteilen. Hier kommen Batteriespeicher ins Spiel, die schon heute eine wichtige Rolle spielen 🔋 Es gibt rund 2,5 Mio. Heimspeicher in Deutschland. Die meisten von ihnen entladen am Abend und beziehen daher keinen Strom aus dem Netz. Wenn jeder Speicher am Abend im Durchschnitt mit 1 kW entlädt, sind das rund 2,5 GW Leistung pro Stunde, die nicht aus dem Netz kommen müssen. Das klingt wenig im Verhältnis zum Gesamtsystem. Genau dieser Teil entscheidet aber oft darüber, ob es teuer oder sehr teuer wird. Denn hohe Kosten entstehen dann, wenn Strom zur falschen Zeit im Netz ist – bei einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Dieser Effekt bleibt nicht im einzelnen Haushalt, sondern beeinflusst das Gesamtsystem: Lastspitzen werden reduziert, teure Kraftwerke müssen nicht einspringen, Preisspitzen werden abgeflacht 📉 Auch wenn Heimspeicher nur den Eigenverbrauch übernehmen, können sie heute schon dazu beitragen, das System effizienter zu machen und Stromkosten für alle zu senken. Ein wichtiger Punkt für die nächste Diskussion über die angebliche Entsolidarisierung vom PV-Eigenverbrauch.