Post by smartGAS Mikrosensorik GmbH
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Eine Anwendung, die viele unterschätzen: CO₂-Messung in der Kaffeeproduktion. Beim Rösten entwickeln Kaffeebohnen erhebliche Mengen CO₂ – direkt in ihren Zellstrukturen. Nach dem Rösten beginnt die sogenannte Degassing-Phase: Die Bohnen geben Kohlendioxid ab, teils bis zu zehn Liter pro Kilogramm. Nicht innerhalb von Sekunden, sondern über Tage und Wochen. Für die Industrie entstehen daraus mehrere konkrete Messaufgaben: Wird zu früh verpackt, baut sich in der Verpackung Druck auf. Die Folge: aufgeblähte oder beschädigte Beutel im Regal. Wird zu spät verpackt, oxidieren Aromastoffe und Öle an der Umgebungsluft. Das geht zulasten des Geschmacks. In großen Röstereien kann sich CO₂ zudem in Lagerräumen, Trichtern oder Fördersystemen anreichern – besonders dort, wo nicht ausreichend belüftet wird. Auch unterschiedliche Röstprofile zeigen unterschiedliche Entgasungskurven. Wer dieses Verhalten kennt, kann Lagerung, Verpackung und Logistik deutlich präziser steuern. Zum Einsatz kommt dabei im Kern dieselbe NDIR-Sensortechnologie wie in Brauereitanks oder Biogasanlagen. Nur Konzentrationsbereiche und Zeitverläufe unterscheiden sich. Eine Bohne ist ein langsamer Prozess. Eine Halle voller Bohnen ist ein dauerhafter. Was diese Anwendung so spannend macht: Eine einzige Messung verbindet Lebensmittelqualität, Verpackungstechnik und Arbeitssicherheit. Welche eurer Prozesse haben nach dem eigentlichen Prozess noch eine „Atemphase“? #Coffee #FoodTech #IndustrialSafety #smartGAS