Post by Simon Pycha
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Wild! Einer meiner Texte wurde in ein Schulbuch gedruckt. Warum mich nicht nur die Summe zum Lachen bringt (und was ich wirklich bekomme): Einmal im Jahr bekomme ich eine Nachricht von der VG Wort, der Verwertungsgesellschaft für journalistische Inhalte. Dieses Mal aber mit einer Besonderheit: einer meiner Texte hat es in ein Schulbuch geschafft. Hammer! Mein erster Gedanke ging zu den Publikationen, die ich im letzten Jahr gewuppt habe und auf die ich besonders stolz bin. Influencer, die systematisch ihre Werbung nicht kennzeichnen, die mediale Parallelwelt der Wal-Berichterstattung oder die Drosselung von rechtspopulistischen Medienmarken auf TikTok – es war allerdings keine davon. Stattdessen verwies die Meldung auf einen Blogeintrag von 2018. Ein Artikel über Weihnachtswerbung??? Und ja, für pressrelations hatte ich mir vor acht Jahren angeschaut, welche Marke mit einer Kampagne zum "Heiligen Fest" auf Social Media überzeugt. Ein solider Text, aber auch der Anfang meiner journalistischen Reise. Ihr könnt euch vorstellen, wie man selbst seine ersten Artikel wahrnimmt. Naja. Ihr fragt euch jetzt, wer sowas abdruckt? Na, der Friedrich-Verlag. Der Text ist Teil des Lehrbuchs für Religion in der Sekundarstufe mit dem Titel "Weihnachten – worum geht's da eigentlich?". (Hahahah) Ich bin ehrlich: als ich das gesehen habe, bin ich komplett weggebrochen. Damit habe ich einfach nicht gerechnet. Diese große Ehre kommt auch mit einer monetären Würdigung. Die Headline war kein Clickbait. Für alle, die bis hier hin gelesen haben, wird nun das Geheimnis gelüftet. Als Schulbuch-Autor verdient man (in meinem Fall) acht Jahre später: 18,36 Euro. Ich werde die Vergütung als Anlass nehmen, in meine eigene Bildung zu reinvestieren. Oder in einen Eisbecher. Mal schauen!