Post by Shahin Moghaddam

Founder @ MIRAGUA | Building scalable regional water infrastructure

Im November letzten Jahres standen wir in einem Dorf in Malawi. Dort wurde uns eine einfache, aber sehr schwere Frage gestellt: „Werdet ihr unser Wasserproblem vergessen, wenn ihr zurück nach Deutschland fliegt?“ Für uns als Verein Darya e.V. war klar: Wir dürfen diese Menschen nicht vergessen. Aber schnell wurde auch deutlich, wie komplex das Problem wirklich ist. Denn vielerorts fehlt nicht nur Wasser. Es fehlt auch an Strom. Es fehlt an Infrastruktur. Es fehlt an Systemen, die unabhängig funktionieren. Mit MIRAGUA haben wir bereits eine Technologie entwickelt, die Trinkwasser direkt aus der Luft gewinnen kann. Eine Lösung, die in Industrienationen helfen kann, Wasserressourcen zu schonen. Doch in Regionen ohne Stromnetz stellt sich eine neue Frage: Wie betreibt man eine Wassertechnologie dort, wo es nicht einmal Strom gibt? Die Antwort kam unerwartet. Kurz nachdem unsere Vereinsmitglieder den Menschen im Dorf versprochen hatten, ihr Wasserproblem nicht zu vergessen, sah ich in Düsseldorf ein System, das alles verändern könnte: Ein mobiles, vollständig off-grid Energiesystem, das aus Sonnenenergie Strom erzeugt. Plötzlich wurde eine Idee möglich. Wenn man diese Energie mit unserer Technologie kombiniert, entsteht etwas völlig Neues. Gemeinsam mit Hans Veenemans und unserem Team – meinem Vater, Dr. Jan-Christoph Haag und Dr. Robert Schrobenhauser– haben wir genau das getan. Aus zwei Technologien wurde eine Weltneuheit: Solar2Water. Eine technologische Oase. Ein System, das ausschließlich aus Sonne und Luft sauberes Trinkwasser erzeugt. Zum ersten Mal haben wir diese Lösung Im Februar Nairobi vorgestellt. Das Feedback war überwältigend und motivierend. Und für uns ist klar: Die Menschen in Malawi haben mit einfachsten Werkzeugen bereits einen Weg ins Dorf gebaut – in der Hoffnung, dass wir zurückkommen. Aus dieser Hoffnung muss Wirklichkeit werden. Wir kommen zurück!

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