Post by Sebastian Sigbjoern Graebe
Senior Healthcare Executive | Strategy · M&A · PMI · MVZ & Clinic Development | Leadership & Turnaround Advisor | I come when systems falter – and stay until they hold again. Interim wellcomed within Nordics
Diese Meldung #Brustkrebsversorgung und #SinglePortVerfahren hat mich persönlich sehr berührt. Ich war Mit-Architekt des deutschen Mammographie-Screenings. Ein Thema, das mich über all die Jahre nie wirklich losgelassen hat. Auch wenn ich längst in vielen anderen Bereichen der Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Transformation unterwegs bin. Das Konzept eines qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings war mir bereits lange vor dem Aufbau in Deutschland aus Schweden vertraut. Familiär bedingt. In Skandinavien ist Brustkrebsfrüherkennung seit den 1980er Jahren immer auch Teil einer frauenpolitischen, bevölkerungsbezogenen Gesundheitsbewegung. Brustkrebs-Screening ist nie Selbstzweck. Diagnostik und Behandlung ist immer bevölkerungsbezogene Medizin. Es ist immer nur ein Teil einer viel größeren Versorgungskette. Am Anfang steht die Früherkennung. Dann folgen Diagnostik, Befundung, ärztliche Entscheidung, Therapieplanung – und irgendwann für viele Frauen die operative Realität einer Brustkrebsdiagnose. Deshalb macht mich die Meldung aus dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Kiel tatsächlich intrinsisch glücklich: Dort wird eine endoskopische Brustentfernung im Single-Port-Verfahren angeboten, über einen kleinen seitlichen Zugang, mit dem Ziel weniger sichtbarer Narben und besserer Lebensqualität. Weltweit ist diese Technik nicht völlig neu. Aber dass sie nun auch in Deutschland, an einem großen universitären Standort wie dem UKSH, sichtbar in die Versorgung kommt, ist aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt. Denn bei der Tragweite der Diagnose Brustkrebs geht es inzwischen nicht nur um Überleben. Es geht auch um Körperbild, Würde, Narben, Selbstwahrnehmung und Lebensqualität nach der Therapie. Sie ist eine Kette aus Früherkennung, präziser Diagnostik, guter Tumorboard-Entscheidung, schonender Operation, Rekonstruktion, Nachsorge und menschlicher Begleitung. Für mich ist diese Entwicklung ein schöner Hinweis darauf, dass die Arbeit an großen Versorgungsprogrammen weiterwirkt. Nicht als Hype. Sondern als leise, konkrete Verbesserung von Versorgung. Great, UKSH MamaZentrum und allen die an dieser Technik mitgewirkt haben. https://lnkd.in/d9Ea-xnk #Brustkrebs #MammographieScreening #Onkologie #Frauengesundheit #UKSH #Versorgungsqualität #Patientenzentrierung #Gesundheitswesen #Screening