Post by Sebastian Leben

Marketing & Communications - Ich mache Fonds sichtbar

Sisyphos und der Stein - oder wie ich schon wieder den Tod entrinne Es ist irgendwie unfassbar, im Sinne von "ich bekomme es nicht zu fassen, zu verstehen" und gleichzeitig auch erwartbar und logisch: der Tumor kommt irgendwann zurück. 2023 hatte ich die Diagnose Hirntumor, Glioblastom. Eigentlich ein Todesurteil. Doch ich habe gekämpft und gewonnen! All die unüberwindbar wirkenden Hindernisse und Hürden. Hirn OP, Tumor rauschneiden, Laufen, Sprechen, Denken wieder lernen. Bestrahlung und Chemotherapie (auch kein Spaß). Körperliche Defizite versuchen zu beseitigen. Was nicht mehr geht akzeptieren. Was kann ich noch? Was nicht? Wer bin ich noch? Bin ich noch ich? Wie viel von einem alten Ich ist überhaupt noch möglich? Wie viel ist noch übrig? Von Depressionen, Übermut und Normalität. Nebenbei die ganzen Verfahren und Therapien, Ärzte und Behörden. Alles gemeistert. Dann kam endlich Leben rein! Wiedereintritt in der Beruf. Halbwegs normales Familienleben, Freunde, Hobbys (halbwegs heißt, dass ich immer schauen musste, was geht und wo sind Grenzen.) Einige Rückschläge, der Tumor hat mir eine Epilepsie hinterlassen, aber man gewöhnt sich dann. Niemals aufgeben, immer weiter. Nicht weil ich muss - sondern ich will. ICH entscheide. Und es lief gut, der Stein kam ins Rollen. So ist es irgendwie ganz normal. Man steigert die Leistung, sammelt Kontakte, lebt sein Leben mit Familie, Freunde, Arbeit. Hat Zukunftspläne. Dann auf heiteren Himmel kommt die Nachricht: der Tumor ist wieder da. Muss sofort operiert werden. Folgen unbekannt. Der Stein kommt in Rollen - aber im sisyphosschen Sinn. Kaum hat man den Stein den Berg hinauf gerollt, fällt er wieder nach unten und es geht von vorne an. Da hilft nur ein eiserner Wille. Und Hilfestellung. Deshalb möchte ich mich hier bei meinen Arbeitgeber HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH bedanken, der mich in jeglicher Hinsicht unterstützt, weit über dem, was ich erwarten konnte. Mein alter Freund Heiko Thieme sagt immer "der einzige Mist, auf dem nix wächst, die der Pessimist." Und da hat er sowas von Recht! Warum nicht optimistisch seit? (Auch wenn der Spruch nicht von ihm ist, werde ich in immer mit Heiko in Verbindung bringen) Der schwierigste Teil ist die Hirnoperation, die habe ich schon hinter mich gebracht und überlebt. Jetzt kann der Rest auch kommen. Der Stein kommt in Bewegung. Aufwärts. Rock n Roll, im wahrsten Sinne

Post contentPost content