Post by SCHOENERGIE

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Markstart für Momentanreserve: Anlagenbetreiber, die das Netz stabilisieren, erhalten Vergütung 🔌🔋⚡ Am 22. Januar 2026 wurde die marktbasierte Beschaffung von Momentanreserve in Deutschland eingeführt. Wie trägt dies zur Netzstabilität bei und welche Rolle spielt es für Batterie-Energiespeichersysteme (BESS)? Wenn Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten, springt die Momentanreserve innerhalb von Sekunden ein, um das Stromnetz stabil zu halten. Diese Reserve wurde bisher „automatisch“ über die rotierenden Massen der Synchrongeneratoren fossiler Kraftwerke bereitgestellt. Die Trägheit der Schwungmassen verlangsamt die Änderungsrate der Frequenz und überbrückt so die Zeit, bis die klassischen Regelreserven greifen. Die Stromerzeugung aus volatilen und erneuerbaren Quellen nimmt zu. Gleichzeitig gehen immer mehr fossile Kraftwerke vom Netz. Laut Bundesnetzagentur erwarten die Übertragungsnetzbetreiber einen steigendenden Bedarf an Momentanreserve in den kommenden Jahren. Neben Stromhandel und Regelenergie, eröffnet sich für Betreiber von Batteriespeichern eine zusätzliche Einnahmequelle. Technische Voraussetzung ist ein netzbildender Wechselrichter. ✅ Vergütet wird die Bereitstellung der Momentanreserve und nicht die tatsächliche Energiemenge, die geliefert wird. Die Preise können dabei für mehrere Jahre festgelegt werden. Netzbildende Batteriespeichersysteme stabilisieren das Netz, stellen Momentanreserve zu Verfügung und können im Falle eines Blackouts ein Teilnetz wieder aufbauen. Durch sie können fossile Kraftwerke zukünftig vollumfänglich abgelöst werden. Der neue Markt für Momentanreserve liefert wirtschaftliche Anreize dafür.

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