Post by Marcel Schöne
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Kurz nach Corona ging bei mir von heute auf morgen nichts mehr. Schwere Depression... Ich wusste, dass es das gibt. Aber nur abstrakt, als etwas, das andere (weit entfernt von meiner Lebenswirklichkeit) trifft. Ich hätte nicht im Entferntesten gedacht, wie sich das anfühlt. Ich hatte dieselben Vorurteile im Kopf wie wahrscheinlich viele: "Zähne zusammenbeißen, weitermachen", "das läuft sich schon raus". "Nur die Harten kommen in den Garten". Mir hätte es viel früher selbst auffallen können, aber ich habe das lange mit mir selbst ausgemacht. Bis wirklich gar nichts mehr ging. Über ein halbes Jahr war ich komplett raus. Jan Haarhoff, mein Mitgründer, hat in dieser Zeit meinen Job mit übernommen. Unsere beiden Geschäftsleiterinnen Kristina Gärtner und Kristina Auster haben den Laden mit ihm getragen. Ohne die drei wäre ich heute nicht da, wo ich wieder bin. Das vergesse ich den 3 nie! Seitdem ist bei mir vieles anders bei mir: Klare Grenzen zwischen Familie und Arbeit. Ein zweites Handy, das nach Feierabend aus ist. Und: Bei mir ist das Thema kein Tabu mehr. Genau das versuche ich in uppr hineinzutragen. Wer sich ein Bein bricht, läuft mit Gips durchs Büro und keiner fragt, ob er sich das einbildet. Bei der Psyche sind wir davon leider noch weit weg. Mit Gabriel Rath habe ich im New Work Chat Podcast zum ersten Mal ausführlicher darüber gesprochen. Über die Zeit damals, über unsere Kultur am Möhnesee und darüber, was ein Unternehmen trägt, wenn der Gründer ausfällt. Kein leichtes Gespräch für mich. Aber vielleicht ein wichtiges für jemanden, der gerade selbst die Zähne zusammenbeißt. Den Link zur Folge findet ihr hier: Spotify: https://lnkd.in/e9ATtr_C Apple: https://lnkd.in/eMkqBgnX Marcel | uppr