Post by Stefan Beugger
Empowering Teams, Inspiring Customers, Leading with Responsibility
Liebe SBB CFF FFS – was ist eigentlich bei euch los? Es vergeht kaum ein Tag ohne Verspätungen, technische Störungen, Zugausfälle oder widersprüchliche Informationen. Trotzdem plant ihr eine weitere Verdichtung des Fahrplans. Ernsthaft? Heute der nächste Höhepunkt auf der Hardbrücke: Durchsage am Perron – die S12 fährt mit sechs Minuten Verspätung neu ab Gleis 1 statt Gleis 4. Also wechseln alle Reisenden das Gleis. Der Zug fährt ein … und hält einfach nicht an. Wie funktioniert eure Kommunikation? Weiss die Betriebszentrale nicht, was die Züge machen? Oder weiss der Lokführer nicht, was am Perron durchgesagt wird? Gerade die Hardbrücke ist eines der wichtigsten und zugleich fragilsten Nadelöhre im Zürcher S-Bahn-Netz. Dort hängen unzählige Verbindungen voneinander ab. Umso wichtiger wäre ein präziser und verlässlicher Betrieb – denn jeder Fehler hat sofort enorme Auswirkungen auf Tausende von Pendlerinnen und Pendlern und zieht Verspätungen im gesamten Netz nach sich. Als Pendler mit einem teuren 1.-Klasse-Abonnement frage ich mich zunehmend, wofür ich eigentlich bezahle. Sicher nicht für Fehlinformationen, tägliche Verspätungen und einen Betrieb, der immer häufiger den Eindruck vermittelt, dass niemand mehr den Überblick hat. Mir ist bewusst, dass ich hier auf einem hohen Niveau jammere. Die SBB gehört nach wie vor zu den besten Bahnen Europas, und dafür bin ich durchaus dankbar. Gerade deshalb sind die Erwartungen aber auch entsprechend hoch. Ich erwarte einen zuverlässigen Service, einen stabilen Betrieb und eine Kommunikation, auf die man sich verlassen kann – insbesondere an einem so kritischen Knoten wie der Hardbrücke. Vielleicht wäre es sinnvoller, zuerst einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen, bevor man von noch dichteren Fahrplänen träumt. Gerade an einem so sensiblen Knoten wie der Hardbrücke darf es keine unnötigen Kommunikations- oder Betriebsfehler geben. Pünktlichkeit wäre ein guter Anfang. Verlässliche Informationen der nächste. Und dass ein Zug, der auf ein anderes Gleis umgeleitet wird, dort auch tatsächlich hält, sollte eigentlich selbstverständlich sein. PS: Die Verspätung und der nicht erfolgte Halt der S12 haben mich insgesamt 58 Minuten Arbeitszeit gekostet.