Post by Sarah Otte
Strategic Transformation Manager | Digitalisierung, Prozess- & Organisationsentwicklung | Fachliche Führung bereichsübergreifender Programme
Na, wie geht's? – Schlecht. Klingt komisch, oder? Dabei ist das die häufigste Frage zu Beginn eines Gesprächs. Aber meist auch schon die erste Lüge. Warum? Dass es einem nicht gut geht, ist immer noch ein Tabu-Thema, vor allem in der Arbeitswelt. Wir müssen einfach funktionieren, sonst wird man schnell als faul oder motivationslos angesehen. Insbesondere dann, wenn es einem 𝐩𝐬𝐲𝐜𝐡𝐢𝐬𝐜𝐡 nicht gut geht. Dann können folgende "unangebrachte" Sätze fallen: 🚫 Stell dich doch nicht so an. 🚫 Du hast doch einfach keine Lust, zu arbeiten. 🚫 Jeder muss mal die Extra-Meile gehen. 🚫 Du bist doch gar nicht krank. Laut einer Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe aus dem Jahr 2022 erleben etwa 𝟖% der deutschen Bevölkerung im Laufe eines Jahres eine 𝐝𝐞𝐩𝐫𝐞𝐬𝐬𝐢𝐯𝐞 𝐄𝐩𝐢𝐬𝐨𝐝𝐞. Auch Angststörungen sind häufiger als man denkt: Laut dem RKI und der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) leiden etwa 𝟏𝟓% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland innerhalb eines Jahres an 𝐀𝐧𝐠𝐬𝐭𝐬𝐭𝐨̈𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧. Als die Witt-Gruppe (member of the otto group) das Programm MHFA Ersthelfer einführte, wollte ich sofort mit an Bord sein und bin froh, einen der begehrten Plätze bekommen zu haben. Nach einem zweitätigen Workshop und einer Prüfung darf ich mich nun stolz als "MHFA -Mental Health First Aid" bezeichnen. Was macht ein MHFA? Ein MHFA ist, wie der Name schon sagt, ein Ersthelfer für die psychische Gesundheit. Es geht hier nicht darum, Diagnosen zu stellen oder sogar zu therapieren – das können und sollen wir gar nicht. Wir sind aber da als erste Anlaufstelle. Zum Reden und Unterstützen. Was haltet ihr von solchen Programmen? Und habt ihr obiger Situation mitbekommen? #MentalHealth #PsychischeGesundheit #EndTheStigma #Depression #Angststörung #MentalHealthFirstAid #Arbeitswelt #WittGruppe #WittLinkedInfluencer