Post by Rump & Salzmann

137 followers

Fliegende Baumeister   Das Thema „#Bauen“ erzeugt bei so manchen Menschen Sorgenfalten: #Bauzinsen, #Baupreise, #Bauvorschriften – das alles macht wenig Freude. Da haben es in diesen Wochen bestimmte Vögel einfacher: Schwalben bauen derzeit ihre Nester. #Naturfotograf Andreas #Nolte hat #Mehlschwalben beobachtet, die sich im Werk #Uehrde von #Rump & #Salzmann ganz ungefragt an „Baumaterial“ bedienten. Nein, es waren nicht #Gipskartonplatten, #Gipsputze oder #Gipsestriche, für die auch hier die nötigen #Rohstoffe gewonnen werden. Es war schlicht und einfach feuchter Lehm, der diese fliegenden Baumeister interessierte. Zusammen mit ihrem Speichel formen sie daraus klebrige Kügelchen, welche sie anschließend zu ihren markanten, halbkugelförmigen Nestern zusammensetzen. An rauen Außenwänden oder unter geschützten Dachvorsprüngen entstehen so richtige Kolonien dieser schwarz-weiß gefiederten Flugkünstler. Denn als solche hat sie der Mensch schon immer bewundert. Schwalben jagen Insekten, und dies in kunstvollsten Flug. Sie fressen nur frische Beute, also kein Aas, wie so mancher andere Vogel. Auch Würmer stehen nicht auf ihrem Speiseplan, selbst wenn man auf Andreas Noltes Bildern hätte denken können, dass hier so mancher Regenwurm ans Licht gezerrt und verspeist würde. Weil Schwalben eben im Flug jagen, dienen sie seit Urzeiten den Menschen auch als Wetterpropheten. Denn wenn ein Tiefdruckgebiet naht, fliegen auch Insekten wie Mücken oder Schnaken tief und damit ihre Jäger, die #Schwalben. Bei einem Hochdruckgebiet ist es genau umgekehrt. Daher der Spruch: „"Wenn die Schwalben niedrig fliegen, werden wir bald Regen kriegen. Fliegen alle Schwalben hoch, wird das Wetter schöner noch!" Überhaupt ist der deutsche Volksmund diesen Vögeln freundlich gesinnt. So heißt es auch: "Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren." Immerhin halten sie Mensch und Vieh viele lästige Insekten vom Leibe. Bis zu 2.500 Schnaken fängt ein Schwalbenpaar, wenn es Junge hat – pro Tag! Allerdings nehmen die Schwalben-Bestände in Deutschland ab. Denn diesen nützlichen Kulturfolgern fehlen immer öfter die Beutetiere, weil es viel weniger Tierhaltung als früher gibt. Kuhställe mit reichlich Fliegen waren einstmals voll von Schwalbennestern. Zudem finden sie immer weniger geeignete Plätze, um ihre Nester zu bauen. Moderne Fassaden erschweren ihnen den Nestbau. Und so haben vielleicht auch Schwalben ganz menschliche Sorgen beim Thema „Bauen“.

Post contentPost contentPost contentPost contentPost contentPost contentPost contentPost content