Post by Rüdiger Kurz

Organizations don’t become intelligent by adding AI | Architecting Organizational Intelligence | 🧠 Cognitive Systems 🔎 Enterprise Search 🛡 Resilient Systems

Elf Jahre. Und dann stehst du auf einem Barhocker, schaust in einen Raum voller Menschen – und der erste Satz, der dir rausrutscht, ist: „Schön, dass ihr alle da seid. Noch schöner, dass Chris und ich jetzt gehen.“ Die Lacher waren auf meiner Seite. Und so war die Zeit: Menschen, mit denen ich auf Augenhöhe lachen konnte – selbst beim Abschied. So viele Gesichter, so viele, die gekommen waren. Abends im Hotel habe ich Eure Wünsche gelesen: Ihr habt über das geschrieben, was ich bin – nicht über das, was ich gemacht habe. Einer hat aus meinem Namen ein Akrostichon gebaut. Es begann mit: „R wie respektvoll – du begegnest Menschen auf Augenhöhe.“ Ein anderer schrieb: „Du bist die einzige Person, die ich in 25 Jahren bei der Bahn kennengelernt habe, die immer mindestens 10 Ideen vor der Zeit ist.“ Was mir an diesem Tag klar wurde: Es ist nicht die Organisation, von der es schwerfällt zu gehen – es sind die Menschen. Menschen wie Markus Schuch, der mich vor elf Jahren begrüßt hat – und seitdem an meiner Seite steht. Wie Thorsten, der sich stets für Kultur und Vertrauen einsetzt. Wie Martin, der verstanden hat, was viele Organisationen vergessen: Wer Menschen Raum und einen echten Grund gibt, bekommt das, was wirklich in ihnen steckt – statt mittelmäßige Ergebnisse auf mittelmäßig formulierte Aufgaben. Und Angela. Sie hat mit meiner Frau konspiriert. Das Geschenk: ein Gutschein, mit dem ich diesen Sommer mit meinem Sohn den Angelschein mache. Das vielleicht schönste Geschenk: Ein gerahmtes Bild mit den Profilbildern der KollegInnen aus EVI. So werden aus einem System Gesichter. Schöner kann man elf Jahre nicht zusammenfassen. Ich stand bei der Bahn für ein Thema: „Vereintes Wissen“. „Du bist und bleibst für mich Mr. Search“, schrieb mir Tanja. Geholt wurde ich vor elf Jahren als externer Architekt, um die DB Search aufzubauen – später umgetauft in DB Suche. Wie ich höre, soll sie jetzt eingestellt werden. So bin ich also mit der Suche gekommen und gehe mit ihr. Ob mit oder ohne KI: das Suchen, das Finden, das Verbinden von Menschen und Informationen – ist meine Leidenschaft und die bleibt. Das Leben fängt da an, wo die Komfortzone aufhört: Für mich und meine Familie geht es jetzt zwei Monate mit dem Zug durch Europa – von Hamburg über Stockholm und Bergen bis Rom, Wien und München. Ich nehme mit der Bahn Abschied von der Bahn. Danach formt sich etwas Neues. Und sicher sehe ich viele von euch wieder – beim Gründen, beim Ski-fahren, beim AoE-Spielen oder einfach so. Bei Christopher bin ich mir besonders sicher, mit ihm gestalte ich das nächste Kapitel. Als alles vorbei war, haben Markus Schuch und ich den Silberturm zusammen verlassen. Und ein letztes Mal hat er mir die Tür aufgehalten – diesmal in die andere Richtung. Elf Jahre zuvor hatte er mir genau diese Tür als Erster geöffnet. Das war kein Abschied. Es war ein Anfang. #Abschied #Aufbruch #DBSystel #Search

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