Post by Ruedi Ryf

Founder / CEO at Swiss Blue Salmon AG

Von Badeverboten in Schweizer Flüssen bis zu geschlossenen Lachsflüssen in Norwegen. Warum die Schweiz jetzt eine Antwort auf die Zukunft des Fisches braucht. Als leidenschaftlicher Fischer schaue ich diesen Sommer besonders genau auf die Gewässer. Und was ich sehe, ist ernüchternd. In immer mehr Kantonen gelten wegen Trockenheit und Hitze Einschränkungen beim Betreten und Fischen in Flüssen und Bächen. Der Kanton Solothurn hat als einer der ersten ein Badeverbot in Flüssen erlassen, ausdrücklich zum Schutz der Fische. Wassertemperaturen über 20 Grad gefährden Forellen, Äschen und Lachse stark. Die Schweiz kämpft seit Jahren aktiv um ihre Fischbestände. Fischtreppen an Wasserkraftwerken für die Wandernden. Renaturierungsmassnahmen von Kantonen, Gemeinden und Vereinen an Bächen und Flüssen. In der Linth etwa hat man Kiesbänke aufgeschüttet, um der unter Druck stehenden Äsche geeignete Laichhabitate zu schaffen. Es wird sehr viel getan. Und trotzdem läuft die Zeit gegen die Bestände. Nicht nur die Schweiz ist betroffen. In Norwegen zeigt sich das Problem in noch grösserem Massstab. Die norwegische Umweltagentur hat vor wenigen Tagen entschieden, drei der berühmtesten Lachsflüsse der Welt per 1. August 2026 zu schliessen: Gaula, Orkla und Verdalselva. Nach mehreren Jahren in Folge mit zu wenigen Rückkehrern. Ursachen: Klimawandel und Belastungen aus offenen Netzgehegezuchten entlang der Küste. Zur Einordnung: 38 Prozent der weltweiten Wildfischbestände sind überfischt (FAO SOFIA 2024 Report), Tendenz steigend. Aquakultur liefert heute bereits 59 Prozent des weltweit konsumierten Fischs und das Wachstumspotenzial ist riesig. Die Sachlage ist klar. Zukünftiges Wachstum kann nur aus der Aquakultur kommen und die Wildbestände müssen besser geschützt werden. Genau darum bauen wir bei Swiss Blue Salmon in Mollis landbasiert, physisch getrennt vom Ökosystem, mit kontrollierten Wassertemperaturen und einer Wasseraufbereitung, die nach den Vorgaben der Schweizer Gewässerschutzverordnung und den technischen Richtlinien des VSA reinigt. Wir können die freien Gewässer und ihre Bestände nicht ersetzen. Es geht darum, sie zu entlasten, damit sie sich erholen können. Damit unsere Kinder eines Tages noch dort fischen können, wo ich es heute tue. Die Zeit läuft gegen die Fische. Aber sie ist noch nicht abgelaufen. Quelle Blick, 13. Juli 2026: https://lnkd.in/eyabswr6

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