Post by Robert Koch Institute
100,556 followers
Web-Seminar des STAKOB: Rund Tausend Teilnehmende informierten sich zu Ebolafieber Am 3. Juni hat der STAKOB zum Webseminar für medizinisches Personal und den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) eingeladen. Anlass war der aktuelle Ausbruch des Ebolafiebers in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). 👉 https://lnkd.in/dHAKE35Z Die rund 1.000 Teilnehmenden konnten viel zum aktuellen Ausbruch in DRC und Uganda erfahren. Zum Beispiel zur Epidemiologie, zu Situation und Herausforderungen im Ausbruchsgebiet und den dortigen Möglichkeiten der klinischen Versorgung. Es wurde auf fehlende zugelassene Therapieoptionen und die Notwendigkeit von Prüfung in klinischen Studien hingewiesen. Der zweite Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit möglichen Ebolafieber-Verdachtsfällen und Erkrankungen in Deutschland. Es wurde gezeigt, wann ein Erstverdacht geäußert werden sollte, welche Informationen zur weiteren Abklärung erforderlich sind und welche weiteren Schritte bei einem begründeten Verdacht einzuleiten sind. Angefangen von der obligatorischen Meldung beim Gesundheitsamt und gemeinsamer Verdachtsevaluation bis hin zur temporären Isolierung vor Ort, Transfer zur Sonderisolierstation und Einsendung von klinischen Proben (Bei Verdacht mindestens an ein Labor der Schutzstufe S3!). Bei allen diesen Schritten steht der STAKOB den Klinikerinnen und Klinikern sowie den zuständigen Gesundheitsämtern beratend zur Verfügung. Der Transport zu einer der sieben Sonderisolierstationen, in der die weitere Abklärung und später Behandlung von bestätigten Fällen stattfinden würde, sollte nur nach Rücksprache mit dem STAKOB erfolgen. Wer nicht am Seminar teilnehmen konnte – genau zu diesen Themen stellt das RKI handlungsorientiere Informationen und Anwendungen bereit: · Das HCID-Tool und das Flussschema zu Ebolafieber unterstützen Ärztinnen und Ärzte beim Erkennen eines Verdachtfalls. 👉 rki.de/hcid-tool 👉 https://lnkd.in/dzizDsqT · Das EKOS-Handbuch zeigt, welche Schutzmaßnahmen für solche Fälle in Krankenhäusern vorbereitet und vorgehalten werden sollten, denn jede Einrichtung kann mit HCID-Patientinnen und Patienten konfrontiert werden. 👉 rki.de/handbuch-ekos-net