Post by René Fehrmann

Dozent | (SocEnt)Mentor | Hackathon/Workshop Facilitator | Branding & Corporate Designer | Freelance Designer & Curator | Content Creator | Change Agent | Autor

RFK_WE_017 RUCHHOLZFEHRMANN-KONGLOMERAT – WERD ERWACHSEN Zwei ziehen durch die Welt, jeder durch die seine. Um sich dessen wahrlich bewusst zu werden, suchen sie im Gegenüber jeweils nach Be(tr)achtung des vermeintlich selben Berges und sind gespannt, was es außerhalb des eigenen Denkraums zu sehen gibt. [ In memoriam GA ] In welcher Situation hast Du das erste Mal bewusst gedacht 'Jetzt bin ich erwachsen' oder auch 'Wann wird es so weit sein, dass ich erwachsen bin?'. #RUCHHOLZ Be the change you want to see in the world. Stand in großen Buchstaben auf dem Notizbuch, das ich am ersten Tag in einer Werbeagentur bekam. Das klingt natürlich erstmal wundervoll und unfassbar motivierend. Idealistisch wie ich (auch immer noch) bin, habe ich das natürlich erstmal aufgesogen. Die Welt verändern! Wollen wir das nicht alle? Gut 15 Jahre später stelle ich fest: Die Schuhe sind zu groß für mich. Realistisch betrachtet reicht es mir ein Zeichen zu hinterlassen. Das große Ganze verändern zu wollen, verstellt den Blick auf die Stellschrauben, die man wirklich drehen kann. Ich bin nur, wer ich sein kann. Das langt. “Die einzige Konstante ist der Wandel.”  – Heraklit #FEHRMANN "Vom Sinn unseres Lebens" Stand in großen Buchstaben auf dem Buch, welches ich zu meiner Jugendweihe überreicht bekam. Mit mir alle aus der Klasse. Mit mir alle gleichen Alters meiner Stadt. Mit mir alle gleichen Alters des ganzen Landes. Eines Landes, welches es so nicht mehr gibt. Ich war dabei, mich selbst zitierend, über dieses sozialistische Werk auszulassen, denke aber, dass es für mich bzgl. der Verarbeitung gesünder ist, jene erinnerte Emotionen immer wieder zu Papier zu bringen. Bzw. zum Schwarzweiß des Screens, auch da macht ja die Entwicklung nicht Halt. In jedem Fall schriftlich, da ich über diesen Kanal mein Zentrum direkt anzapfen kann. Um zum Erwachsenwerden eine Facette zu ergänzen, empfinde ich es eine gute Idee, die Zeilen meines West-Kolumnen-Partners Thiesjan, zumal aus anderer Generation, als Vorlage zu nutzen. Mit dem Zitat stieg ich intuitiv ein, nun folgt der Rest, falls die Zeichen reichen. "Vom Sinn unseres Lebens"? Das klingt natürlich wundervoll und unfassbar neugierig machend. Diesen Idealismus von Kindesbein an kennend, den ich nach wie vor mit mir, als Vorsicht ausgeprägt, trage, habe ich dieses Werk sofort zur Seite gestellt. Neben seines Gleichen. Die Welt verändern! Wollen wir das nicht alle? – Nicht unbedingt, nicht wenn es vorgegebenes Lebensziel ist. Zumindest nicht in jene proklamierte Richtung, gen Osten. Nach nun ca. 40 Jahren stelle ich fest: Die Schuhe hätten mir nicht gepasst. Realistisch betrachtet hätte ich sie aber getragen, wenn 1989 etwas anderes passiert wäre, also nichts. Zu erleben, wie (m)ein großes Ganzes sich komplett verändert, macht den Blick auf Stellschrauben überhaupt erst möglich. Ich bin der, der ich sein möchte. Hoffe, das ist (mir) genug! “Meine Kausalität ist die Wende.”  – Fehrmann auf Basis von Heraklit

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